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22/12/2015 06:47 CET

Dieser Mann hat gerade die Raumfahrt revolutioniert - es könnte unser Leben verändern

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Dieser Mann hat gerade die Raumfahrt revolutioniert - es könnte unser Leben verändern

Es ist ein großer Schritt für die Raumfahrt: Die US-Firma SpaceX hat erstmals erfolgreich eine Trägerrakete ins All geschossen, die nach ihrem Flug heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurückgekehrt ist. Die Falcon-9-Rakete verließ am Montagabend (Ortszeit) den Weltraumbahnhof Cape Canaveral, wo sie nach etwa 20 Minuten wieder landete. Vor sechs Monaten noch war eine ähnliche Trägerrakete wenige Minuten nach dem Start explodiert.

Hintergrund: Eine weitgehend unversehrte Rückkehr benutzter erster Raketenstufen zur Erde könnte eine Wiederverwendung ermöglichen - und Raumtransporte so erheblich billiger machen. Damit würde unter anderem der Bergbau im All möglich werden - und auch Raumfahrten für Privatpersonen. Manche Experten sehen in dieser Entwicklung einen ersten Schritt zur Besiedelung des Alls.

Die 70 Meter hohe Rakete startete problemlos, im Orbit trennte sich ihre oberste Stufe ab. Sie setzte elf Kommunikationssatelliten von je etwa der Größe eines Kühlschranks im Weltraum aus. Die Firma des Milliardärs Elon Musk, der auch an der Spitze der Elektroautofirma Tesla steht, schaffte mit dieser Mission einen Eintrag zu Recht in die Geschichtsbücher. Die Trägerrakete flog ein Stück weiter und beschrieb dann in etwa die Bahn eines Kugelschreibers, der sich in der Luft um 180 Grad dreht.

Hier ist das Video der Landung:

High resolution video of landing from the helo

Posted by SpaceX on Monday, December 21, 2015

Auf dieser Kurve flog die Falcon-9-Rakete zurück nach Florida. Ohrenbetäubender Jubel herrschte im Raumfahrtzentrum von SpaceX, "USA, USA"-Rufe waren in der Live-Übertragung zu hören. Die US-Weltraumbehörde Nasa twitterte: "Herzlichen Glückwunsch an SpaceX zur vertikalen Landung der ersten Stufe!" Auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst gratulierte per Twitter: "Glückwünsche & dickes Lob!"

Es gab aber auch Rückschläge: Im Juni hatte eine Falcon-Rakete den Transporter "Dragon" mit Versorgungsgütern für die Internationale Raumstation ISS auf den Weg ins All bringen sollen. Die Trägerrakete explodierte.

Nach dieser missglückten letzten Operation war der geglückte Start einer verbesserten Version der Rakete für SpaceX äußerst wichtig. Es stand viel auf dem Spiel: Das Unternehmen hat Verträge mit der Nasa, ab 2017 auch Astronauten zur ISS zu befördern.

Das Unternehmen hatte bereits mehrmals versucht, eine Rakete wieder landen zu lassen. Zuletzt auf schwimmenden Plattformen im Meer. Zwar hatten die Raketenteile ihr Ziel erreicht, aber in beiden Fällen kam es zu Bruchlandungen. Der Unternehmer Musk liefert sich mit seinen kommerziellen Weltraumunternehmungen eine Art Wettlauf mit Jeff Bezos, Besitzer von Amazon und ebenfalls Milliardär. Bezos zielt aber eher auf Weltraumtouristen ab.

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