POLITIK
21/12/2015 22:33 CET | Aktualisiert 22/12/2015 06:02 CET

Sind Flüchtlinge mit vom IS gefälschten Pässen in Deutschland untergetaucht?

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Blumen an einem der Orte der Anschläge vom 13. November 2015

Deutsche Sicherheitsbehörden sind in großer Sorge. In Deutschland sollen etwa ein Dutzend Menschen untergetaucht sein, die mit syrischen Pässen eingereist sind, die aus der gleichen Fälscherwerkstatt wie jene der Paris-Attentäter stammen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Dokumente sind gestohlene Original-Pässe, die von Fälschern auf andere Identitäten ausgestellt wurden. Die Pässe weisen "die selben Fälschungsmerkmale auf" wie die der islamistischen Terroristen.

Die deutschen Behörden wissen nicht, wo sie sich die Nutzer dieser Pässe derzeit aufhalten. Zudem wurden ihre Fingerabdrücke nicht genommen, als die Betreffenden vor den Paris-Anschlägen einreisten. Von den Pässen sind demnach beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nur noch die Kopien (Scans) vorhanden.

Dabei könnte es sich schlicht um einen Zufall handeln. Dann wären die Passbesitzer einfache Flüchtlinge. Es könnte allerdings auch sein, dass es sich um Terroristen handelt, die einen weiteren Anschlag vorbereiten. Die gefälschten Pässe sollen aus der 2013 vom Islamischen Staat eingenommen syrischen IS-Hochburg Rakka stammen.

Zwei der Attentäter von Paris waren als Flüchtlinge getarnt nach Europa eingereist. Sie waren am 3. Oktober 2015 als Flüchtlinge auf der griechischen Insel Leros registriert worden. Sie folgte dann dem Migrantenstrom über Athen nach Mazedonien und Serbien. Am 13. November sprengten sie sich schließlich vor dem Stade de France in Paris in die Luft.

Der IS hatte Abertausende Blanko-Pässe erbeutet. Die Terroristen hatten in Syrien, dem Irak und Libyen Städte eingenommen und so Zugang zu den Dokumenten der Behörden.

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