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21/12/2015 06:57 CET | Aktualisiert 21/12/2015 08:05 CET

Studie: Kinder sind intelligenter, wenn Frauen sie in diesem Alter bekommen

Portra Images via Getty Images
Eine neue Studie verrät, wie sich das Alter von Müttern auf ihre Kinder auswirkt

Experten schlagen immer wieder Alarm, weil das Alter der deutschen Mütter bei der ersten Geburt seit Jahrzehnten kontinuierlich steigt. 1980 lag das Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Geburt bei 25 Jahren in Westen und 22 Jahren im Osten. Heute sind die deutschen Frauen im Schnitt 29,3 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Kind erwarten.

Jetzt legt eine neue Studie nahe, dass sie mit dem Kinder kriegen sogar noch etwas warten sollten.

Die London School of Economics analysierte in einer Langzeitstudie die Entwicklung von 18.000 britischen Kindern. Sie wollten herausfinden, wie sich das Alter der Mutter auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Kinder auswirkt.

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Das überraschende Ergebnis:

Die Kinder, deren Mütter in den 30ern waren, als sie geboren wurden, schnitten in den Tests besser ab. Sie waren intelligenter und gesünder als die Kinder von Müttern, die sie in ihren 20ern oder 40ern bekamen. Die Kinder waren bei dem Test fünf Jahre alt.

Alice Goisis, die Leiterin der Studie, suchte auch nach den Gründen, warum die Kinder von Müttern in den 30ern besser abschneiden: Sie vermutet, dass es daran liegt, dass Mütter in diesem Alter weniger rauchen, mehr stillen und ihren Kindern mehr vorlesen.

Sie sagte darüber hinaus der britischen Zeitung „The Times“: „Frauen, die in den 30ern das erste Mal Mutter werden, sind gebildeter, verdienen mehr und haben öfter eine stabile Partnerschaft. Sie haben im Schnitt einen gesünderen Lebensstil, gehen öfter zur Vorsorge und haben ihre Schwangerschaft geplant.“

Warum die Kinder von Müttern in den 40ern schlechter abschnitten, weiß Alice Goisis nicht genau.

Die Studie zeigte, dass diese Mütter mit ihren Kindern weniger spielten und diese vermehrt zu Übergewicht neigten.

Allerdings waren nur 53 Kinder in der Studie von Frauen in den 40ern geboren worden – also zu wenig, um das Ergebnis als wissenschaftlich gesichert gelten zu lassen. Die Wissenschaftler der Studie fordern deshalb mehr Forschungen in diesem Bereich.

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