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21/12/2015 08:03 CET | Aktualisiert 21/12/2015 08:05 CET

"Stoner Sloth": Mit diesem Clip erreicht die Anti-Cannabis-Bewegung ihren peinlichen Höhepunkt

Kurz vor ihrer Ernennung als Drogenbeauftragte der deutschen Bundesregierung teilte Marlene Mortler auf Twitter noch stolz das Bild eines 38-prozentigen Kreuther-Geists. Doch wer meint, dass sich eine Regierung im “Kampf gegen Drogen” nicht peinlicher anstellen kann als die deutsche, könnte sich getäuscht haben. Die Anti-Cannabis-Videos der australischen Regierung sind einfach zu... gut.

“Gut” meint hier natürlich “unfassbar überzeugend”. Denn wer sich nach dem Genuss der Videos nicht von Cannabis verabschiedet, wird nach dem Willen der Filmproduzenten schon bald gesellschaftlich gebrandmarkt als “Stoner Sloth” (“Faultier”).

Auch wenn es in Studien über die Gefahren von Cannabis nicht erwähnt wurde: Offenbar führt Gras-Konsum zu einer Verwandlung in ein Faultier, das in seiner Kommunikation auf Stöhngeräusche beschränkt ist. Weder in der Schule, am Küchentisch der Familie noch auf Parties stößt dies auf viel Gegenliebe.

Doch halt - was haben die Jugendlichen auf der Party eigentlich in ihren Bechern? Ist das Fruchtsaft? Wohl kaum. Was auch immer sie trinken, offenbar führt es zu akuten Anfällen von Mobbing. Das Opfer: Ein absolut unschuldiges Faultier. Der Slogan der Kampagne “You’re worse on weed” (“Auf Gras bist du schlechter”) sollte sich folglich eher auf das Party-Getränk beziehen (Böse Zungen behaupten, es könnte sich um Alkohol handeln).

Mittlerweile nahm ein Vertreter der putzigen Säugetiere gegenüber der Huffington Post Stellung zu den dreisten Stigmatisierungen - und hat nur ein müdes Lächeln übrig:

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