POLITIK
21/12/2015 11:10 CET | Aktualisiert 18/01/2016 08:35 CET

So dreist wollte ein Leipziger Islamist Flüchtlinge für den Dschihad rekrutieren

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Flüchtlinge werden in Deutschland nicht nur von ehrenamtlichen Helfern erwartet. In einigen Gegenden geraten sie auch ins Visier muslimischer Fanatiker, die die Asylbewerber für den "Heiligen Krieg" rekrutieren wollen.

Zuletzt hatte der salafistische Prediger Pierre Vogel seinen Anhängern geraten, in Flüchtlingsheimen Kontakt zu Asylbewerbern zu suchen.

Der Mann hat falsch übersetzt

In Leipzig ist jetzt ein Fall bekannt geworden, bei dem ein ehrenamtlicher Dolmetscher in einer Erstaufnahmeeinrichtung Flüchtlinge bekehren wollte. Wie sich jetzt herausstellte, gehört der Mann zur Leipziger Islamistenszene. Das berichtet das Online-Portal der Dresdner "Morgenpost".

„Wir haben herausbekommen, dass dieser Mann falsch übersetzt und die Flüchtlinge massiv missioniert hat“, zitiert das Blatt einen der Betreuer der Einrichtung. Der Dolmetscher habe anschließend Hausverbot erhalten, sein Name sei den Behörden übermittelt worden.

Das kam uns komisch vor

Bereits im September hätten sich nahezu täglich Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak bei den Betreuern gemeldet und sich nach Rückkehrmöglichkeiten in ihre Heimat erkundigt, berichtet das Blatt.

„Die Leute waren unter großen Strapazen aus den Kriegsgebieten geflohen und plötzlich wollten sie wieder zurück - das kam uns komisch vor“, erzählte einer der Betreuer. Es sei auffällig gewesen, dass diese Flüchtlinge zuvor mit dem Dolmetscher gesprochen hätten, heißt es weiter.

Rund 170 Salafisten seien nach Erkenntnissen der Verfassungsschützer in Sachsen aktiv. Einige von ihnen kommen aus dem Umfeld der Leipziger Al-Rahman-Moschee.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte bereits im Oktober vor Anwerbungsversuchen aus salafistischen Kreisen gewarnt. "Wir haben diese Versuche an verschiedenen Stellen in Deutschland. Und das macht uns Sorge", sagte de Maizière damals.

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