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18/12/2015 09:42 CET | Aktualisiert 21/12/2015 07:56 CET

Jeder zweite Deutsche erkrankt im Lauf seines Lebens an Krebs

Krebs - es ist eine Diagnose, vor der sich jeder fürchtet. Eine Diagnose, die alles infrage stellen, alles verändern kann.

Die Angst ist berechtigt, denn Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und jeder zweite Mensch in Deutschland erkrankt im Lauf seines Lebens an Krebs. Das geht aus einem neuen Report des Robert-Koch-Instituts hervor. Er basiert auf den Daten des Jahres 2012.

Männer tragen dabei mit 51 Prozent ein deutlich höheres Risiko als Frauen mit 43 Prozent. Allerdings erkranken Frauen im Schnitt in jüngerem Alter als Männer.

500.000 Neuerkrankungen pro Jahr

Die Experten rechnen damit, dass im kommenden Jahr etwa eine halbe Million Menschen in Deutschland an Krebs erkranken wird.

Am häufigsten wird bei Männern Prostatakrebs festgestellt, (63.710 Neuerkrankungen im Jahr 2012), dann Lungenkrebs (34.490) und Darmkrebs (33.740). Frauen sind dem Report nach am häufigsten von Tumoren in der Brust (69.550), im Darm (28.490) und der Lunge (18.030) betroffen.

Gute Überlebenschancen bei Hodenkrebs

Das heißt allerdings nicht, dass all diese Menschen auch an Krebs sterben werden. Nach der Diagnose Hoden- oder Hautkrebs leben weit über 80 Prozent der Patienten auch nach zehn Jahren noch – anders als bei Bauchspeicheldrüsen oder Lungenkrebs. Da sind es teils deutlich weniger als 20 Prozent.

Was jeder tun kann

Die gute Nachricht: Jeder kann etwas tun, um sein Risiko für einige Krebsarten zu senken.

Jeder kann zum Beispiel das Rauchen aufhören. Rauchen war im Jahr 2008 für 15 Prozent aller Krebserkrankungen die Ursache. Außerdem sollte man Übergewicht vermeiden, keinen oder wenig Alkohol trinken, viel Obst und Gemüse und wenig rotes Fleisch essen. Die Hautkrebsgefahr lässt sich durch guten Sonnenschutz reduzieren.

Überschätzt werde dagegen der Einfluss von Schadstoffen in Lebensmitteln und Umwelteinflüssen, heißt es in dem Bericht.

Im Einzelfall können solche Faktoren schon eine Rolle spielen. So komme in manchen Regionen Deutschlands das natürliche Edelgas Radon vor, das im Verdacht steht, bis zu zehn Prozent der Lungenkrebsfälle zu verursachen.

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