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20/12/2015 17:00 CET | Aktualisiert 23/12/2015 09:36 CET

Zukunftsforscher liegt fast immer richtig - das ist seine erschreckende Warnung für das Jahr 2020

Getty

Bescheidenheit ist nicht die Sache von Ian Pearson. Der britische Futurologe behauptet von sich selbst, dass 85 Prozent seiner Vorhersagen die Zukunft betreffend auch eintreten.

Dem Wirtschaftsmagazin "Bilanz" hat Pearson nun ein Interview gegeben und darüber gesprochen, wie sich die Welt in den kommenden Jahren verändern wird.

Das erinnert an die blinde Prophetin Baba Vanga. Sie soll den Aufstieg der Terrormiliz "Islamischer Staat" vorhergesehen haben. Ihre Prophezeiungen reichen weit in die Zukunft. Viele davon würden bizarr wirken - wären da nicht ihre vielen richtigen Vorhersehungen in der Vergangenheit:

Pearson wiederum rechnet damit, dass in den kommenden Jahren selbstfahrende Autos von Google und Apple die Straßen erobern und Computerbildschirme überflüssig werden. Deren Funktion übernehmen künftig Kontaktlinsen oder Brillengläser. Insgesamt sagt er, würden Maschinen immer intelligenter. So weit, so gut.

Intelligente Maschinen sind Fluch und Segen zugleich

Pearson hat aber auch eine düstere Warnung. Gefragt, ob intelligente Maschinen wie bei Terminator einen Krieg gegen die Menschen anzetteln könnten, antwortet er:

Es ist realistisch. Es könnte theoretisch passieren, in fünf oder sechs Jahren vielleicht. Wir beobachten große Sprünge in der künstlichen Intelligenz, das Wachstum ist fast schon exponentiell. Und das ist nur das, was wir offiziell erfahren. Auch das Militär forscht in diesem Bereich, und die teilen uns längst nicht alles mit.

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Pearson hat aber auch gute Nachrichten: Denn die Maschinen werden den Menschen auch helfen können (wenn sie nicht gerade Krieg gegen uns führen). Denn Maschinen, so glaubt er, werden auch die größten Probleme der Menschheit lösen können.

"Wenn wir weiterhin diesen Weg der künstlichen Intelligenz gehen, mit immer intelligenter werdenden Maschinen, können wir wahrscheinlich eines Tages den Krebs besiegen, Herzkrankheiten loswerden, wir können das Armutsproblem lösen und alle Menschen dieser Erde mit ausreichend Wasser und Nahrung versorgen."

Drohnen können schon heute gefährlich sein

Grund für Euphorie ist das aber nicht. Denn Pearson spricht im Interview mit "Bilanz" eine weitere Warnung aus:

Ich behaupte, dass dies ein sehr gefährliches Jahrhundert werden wird. Und ich stimme mit vielen anderen Wissenschaftlern darin überein, dass wenn wir nicht vorsichtiger werden, dies unser letztes Jahrhundert sein wird.

Der Zukunftsforscher warnt davor, dass terroristische Vereinigungen wie der Islamische Staat oder Al-Kaida in den Besitz der intelligenten Maschinen kommen werden, die eine potenziell riesige Zerstörungskraft haben.

Ein Beispiel sieht Pearson schon heute bei Drohnen. Jedermann könne sie nutzen - auch als Waffe, zum Beispiel mit Nervengas bestückt. Der Zukunftsforscher fordert deshalb eine Art Drohnenpolizei, die verdächtige Flugobjekte vom Himmel holen kann.

Insgesamt also düstere Aussichten für die Zukunft. Kleiner Trost: Pearson liegt ja nach eigener Aussage nicht immer richtig. Hoffen wir, dass es im Fall des Krieges der Maschinen gegen die Menschen auch so ist.

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