POLITIK
18/12/2015 10:21 CET | Aktualisiert 19/12/2015 09:07 CET

Neue Studie: Zahl der Muslime soll bis 2020 um über 50 Prozent steigen

Getty

Die Zahl der Muslime in Deutschland wird in den kommenden Jahren deutlich schneller steigen als bislang. Das geht aus einer aktuellen Studie der Roland-Berger-Stiftung hervor.

Die Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2020 zwei Millionen Muslime mehr als heute hierzulande leben werden. Damit würden in Deutschland in nicht einmal fünf Jahren etwa sechs Millionen Menschen dieser Glaubensrichtung angehören.

Dies wäre ein Plus von gut 50 Prozent. Bislang leben es in Deutschland laut Experten gut vier Millionen Muslime.

Drei Millionen Flüchtlinge sollen dauerhaft bleiben

Nach Einschätzung der Roland-Berger-Stiftung werden bis 2020 rund vier Millionen Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Die Forscher prognostizieren, dass gut drei Millionen von ihnen dauerhaft hier bleiben. Der Anteil der Muslime liege in dieser Gruppe bei 63 Prozent.

Für die umfassende Analyse „Die Flüchtlingskrise als Chance“ haben die Forscher auf derzeit vorhandenes Zahlenmaterial zurückgegriffen. Die Mehrheit der den Wissenschaftlern zufolge ankommenden Asylsuchenden werde männlich und unter 30 Jahre alt sein. 1,8 Millionen der erwachsenen Flüchtlinge kämen ohne berufsqualifizierenden Abschluss in ihre neue Heimat.

"Gute Integrationspolitik ist deshalb auch immer gute Wachstumspolitik"

Doch die Experten schreiben auch: „Ohne Wirtschaftswachstum kann diese Integration nicht gelingen. Gute Integrationspolitik ist deshalb auch immer gute Wirtschafts- und Wachstumspolitik“, sagt Studienleiter Burkhard Schwenker.

Es gebe keine einfachen Lösungen, so der Professor. Doch er sei optimistisch. „Wir glauben, dass wir in Deutschland alle Voraussetzungen dafür mitbringen, die Integration erfolgreich zu gestalten.“

EU-Kommission rechnet mit deutlich mehr Flüchtlingen

Die Zahlen der Roland-Berger-Studie sind eher konservativ gerechnet. So geht etwa EU-Kommission von drei Millionen Flüchtlingen allein bis Ende 2016 aus - der Großteil davon soll nach Deutschland kommen.

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