WIRTSCHAFT
16/12/2015 01:49 CET | Aktualisiert 16/12/2015 03:40 CET

Raucher-Abschreckung: Ab Mai 2016 gibt es Schockbilder auf Zigarettenschachteln

Getty
Ab Frühjahr 2016 kommen auf Raucher krasse Veränderungen zu

Raucher müssen auf eine krasse Veränderung einstellen. Ab kommendem Frühjahr sollen Schockfotos und größere Warnhinweise auf Zigarettenschachteln erscheinen. Von Mai 2016 an sollen zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabak-Verpackungen für kombinierte Warnbilder und aufklärende Texte reserviert sein - weit mehr als bisher schon.

Ein entsprechender Gesetzentwurf wird heute beschlossen. Er wurde von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) eingebracht. Zigarettenschachteln, die nach den alten Regelungen bis Mai 2016 hergestellt wurden, können noch ein Jahr lang weiter abverkauft werden.

Damit wird eine EU-Richtlinie umgesetzt. Die wurde 2014 nach langem Streit 2014 ausgehandelte und wird nun in deutsches Recht verwandelt. Dies muss bis 20. Mai 2016 der Fall sein. Die Vorgaben: Ob krebsbefallene Lungen, faulende Raucherbeine oder geschwärzte Zahnstümpfe - Gruselbilder und abschreckende Warnungen auf einem Großteil der Packungen sollen die Lust am Glimmstängel dämpfen.

Auch sollen Aromen, die den Tabakgeschmack überdecken, verschwinden. Zigaretten und Drehtabak mit charakteristischen Aromen werden verboten. Nur für Mentholzigaretten gilt eine Übergangsfrist bis zum Verbot.

Ziel der Gesetzespläne ist es, die Raucherquote von Jugendlichen zu senken. Auch sollen "Fälle der vorzeitigen Sterblichkeit" verringert werden. Tabakkonsum sei Ursache für Krebserkrankungen und trage zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und typischen chronischen Atemwegserkrankungen bei, heißt es in einer Kabinettvorlage. Etwa 110.000 Todesfälle pro Jahr seien in Deutschland unmittelbar auf das Rauchen zurückzuführen. Die direkten und indirekten Kosten des Rauchens würden auf 79,09 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

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