LIFESTYLE
16/12/2015 06:48 CET | Aktualisiert 16/12/2015 08:07 CET

Schule will zwei Fächer einführen, die vor kurzem unvorstellbar waren

dpa
Mit Yoga und Meditation beginnt der Tag an der Schule.

Mathe, Deutsch und Englisch stehen in jeder normalen Schule auf dem Stundenplan. Doch das reicht einer Schule in der englischen Gemeinde Hebden Bridge nicht mehr. Die Lehrer wollen hier eine völlig neue Art von Fächern auf den Lehrplan nehmen - und sorgen damit für Schlagzeilen.

Die Schule will auch Yoga und Meditation unterrichten. Davon versprechen sich die Lehrer fokussiertere und lernwilligere Schüler - und letztlich bessere Abschlüsse.

Zudem will die Schule ihre Schüler ermuntern, auch fächerübergreifend zu lernen. Dafür wollen die Lehrer mehr Verbindungen zwischen den Fächern schaffen.

Wie genau das funktioniert, veranschaulicht der Gründer der Schule, Anil Sarna, am Beispiel Zucker: Dieses Thema werde in mehreren Fächern behandelt, sagte er der britischen Tageszeitung "Guardian": Dabei gehe es einerseits um wissenschaftliche Fragen, aber eben auch um die Geschichte des Zuckers, die wiederum eng mit der Geschichte des Sklavenhandels verbunden sei. Die Arbeiter auf den Zuckerfeldern wiederum haben mit Gosplen und Soul ganze Musikrichtungen geprägt. All das müsse man miteinander verbinden.

Gründer Sarna ist dabei klar, dass Kritiker die Schule womöglich als Spielplatz bezeichnen könnten. Sein Ziel sei es aber, dass die Schüler hier die besten Abschlüsse machen, sagte er dem "Guardian".

Ob das gelingt, wird sich allerdings erst in einigen Jahren zeigen. Erst ab September 2016 soll es richtig losgehen. Das Schulgeld, so schreibt der "Guardian", werde umgerechnet rund 3700 Euro betragen. Maximal wird die Schule 100 Kinder unterrichten können.

Belanglose Regeln soll es laut Sarna an dieser Schule nicht geben.

Hingehen ist trotzdem Pflicht.

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