LIFESTYLE
16/12/2015 15:17 CET | Aktualisiert 17/12/2015 00:01 CET

"Lieber Vater, sie werden mich Hure nennen"

"Die Jungs in meiner Klasse werden mich Hure, Fotze, Schlampe und viele andere Dinge nennen."

Es sind starke Worte, die in dem Kurzfilm der der bekannten Hilfsorganisation Care fallen. Worte, die ein ungeborenes Mädchen an seinen Vater richtet.

Das Mädchen beschreibt, wie die Jungs es behandeln werden, wenn es mal einen kurzen Rock tragen wird. Und das Mädchen sieht noch viel Schlimmeres voraus:

Der Film hält der der Gesellschaft einen Spiegel vor. Er soll zeigen, was die blöden Bemerkungen über Frauen anrichten können.

Die herablassenden Witze über Frauen. Witze, die manchmal gar nicht so ernst gemeint sind. Witze, mit denen Jungs cool dastehen wollen vor den anderen. "Vielleicht hast du, als du jung warst, das Gleiche getan", sagt die ungeborene Tochter ihrem Vater.

Die Frauen kennen solche Witze, spielen sie herunter, suchen Entschuldigungen für ihre Freunde - die Arbeit, die Schwiegereltern, Stress ... und geben sich selbst die Schuld.

Die Schlussfolgerung ist schockierend: Und so ist es "kein Wunder, dass ich mit 21 Jahren vergewaltigt werde."

Vergewaltigt vom Sohn eines Mannes, den der Vater als Freund betrachtete. Eines Mannes, der immer gemeine Witze über Frauen gerissen hat. Er selbst mag sie verstanden haben. Sein Sohn jedoch nicht.

Der Film endet mit einem leidenschaftlichen Appell: "Lass nicht zu, dass meine Brüder andere Mädchen als Hure bezeichnen. Eines Tages könnte ein kleiner Junge denken, dass das wahr ist."

"Lieber Papi, ich werde als Mädchen geboren. Bitte tu alles, was in deiner Macht macht, damit das nicht die größte Gefahr in meinem Leben wird!"

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