POLITIK
16/12/2015 12:20 CET | Aktualisiert 16/12/2015 12:50 CET

Jet-Abschuss: Russland fordert Entschädigung von der Türkei

Die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan weist die Forderungen von Russland zurück.
Gokhan Tan/Getty Images
Die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan weist die Forderungen von Russland zurück.

Nach dem Abschuss eines russischen Jets fordert Russland von der Türkei eine Entschädigung. Über die Höhe der Summe ist nichts bekannt. Zudem fordert der russische Vize-Außenminister Alexei Meschkow, dass die Türkei garantieren solle, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Das berichtet "Reuters" und beruft sich dabei auf die Nachrichtenagentur "Ria".

In Ankara stießen die Forderungen erwartungsgemäß nicht auf Gegenliebe. Die Türkei wies die Entschädigungsforderungen umgehend zurück und betonte: Man hoffe, dass sich die Spannungen zwischen den Ländern nicht weiter erhöhten. Das russische Außenministerium male eine militärische Bedrohung durch die Türkei an die Wand, die es nicht gebe. Die Türkei würde sich gegenüber Russlands Militär nicht aggressiv verhalten.

Am 24. November hatte die Türkei ein russischen Kampfflugzeug im türkisch-syrischen Grenzgebiet abgeschossen. Das belastet die Beziehungen zwischen den beiden Ländern schwer: Russland verhängte Strafmaßnahmen gegen die Türkei und sagte Politiker-Treffen ab. Auch gibt es immer wieder Berichte über Zwischenfälle zwischen Schiffen der beiden Länder.

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