POLITIK
15/12/2015 23:47 CET | Aktualisiert 16/12/2015 01:27 CET

Putins rechter Arm ist steif - der Grund verrät viel über den russischen Präsidenten

Putins rechter Arm ist seltsam steif - aus einem ganz bestimmten Grund
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Putins rechter Arm ist seltsam steif - aus einem ganz bestimmten Grund

Wladimir Putins rechter Arm war bereits Grund für wilde Spekulationen. Beim Gehen liegt der Arm des russischen Präsidenten auffällig nah am Körper an und wirkt seltsam steif. Hat er vielleicht eine Nervenkrankheit - zum Beispiel Parkinson? Nein, sagen nun britische Forscher. Sie haben nun mithilfe der Analyse von YouTube-Videos eine andere Erklärung gefunden.

Der steif wirkende Arm ist demnach kein Zeichen für eine Krankheit. Vielmehr könnte er auf das intensive Schießtraining beim früheren Geheimdienst KGB zurückgehen. "Das erste, was einem in den Sinn kommt, ist die Parkinsonkrankheit", schreiben die Wissenschaftler aus Portugal, Italien und den Niederlanden im Fachmagazin "British Medical Journal" (BMJ). Denn asymmetrische Armbewegungen seien eines der ersten Anzeichen für die Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Allerdings gibt es bei Putin keinerlei andere Parkinson-Symptome. Zum Beispiel zitternde Hände oder eine schlechte Koordination von Armen und Beinen. Die Neurologen betonten zudem das große Geschick des 63-Jährigen in der Kampfsportart Judo.

Die Forscher kamen deswegen auf eine andere Hypothese. Die asymmetrischen Armbewegungen Putins gehen auf seine Zeit beim einstigen sowjetischen Geheimdienst KGB zurück, wo Agenten intensiv an der Waffe ausgebildet wurden. Die Neurologen besorgten sich ein "Ausbildungs-Handbuch von früheren KGB-Mitarbeitern" und fanden dort Anweisungen, dass Agenten beim Laufen ihren Arm immer am Körper angelegt halten müssen - damit sie gegebenenfalls schnell ihre Waffe ziehen können.

Der steife Arm scheint also schlicht die Angewohnheit eines ehemaligen KGB-Agenten zu sein. Die entsprechende Gangart bezeichneten die Wissenschaftler als "Gang des Schützen". "Wir haben andere Beispiele gefunden, bei denen ein minimalistisches Pendeln eines Arms mit dem Umgang mit Waffen zusammenhängt", schreiben die Forscher. "Auch die Cowboys in Wildwest-Filmen bewegen ihren rechten Arm häufig nur wenig."

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