WIRTSCHAFT
15/12/2015 10:25 CET | Aktualisiert 16/12/2015 05:06 CET

Kaufland, Aldi, Rewe, Penny und Lidl haben sich einer tollen Kampagne angeschlossen

Gute Nachrichten über Discounter und Supermärkte sind selten. Mal sagt ein Star-Koch wie Sarah Wiener, dass er freiwillig keinen solchen Laden betreten wolle. Mal warnen Forscher vor Discounter-Brötchen. Mal gibt es den Verdacht, dass Kunden auf den Arm genommen werden.

Jetzt aber gibt es Lob: von Umweltschützern. Denn die Supermarkt-Kette Kaufland aus Neckarsulm mit 1200 Filialen in Deutschland und Osteuropa hat sich der sogenannten "Detox"-Kampagne von Greenpeace angeschlossen, die seit 2011 läuft.

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Wie Lidl, Rewe, Penny und Aldi ist Kaufland damit Vorreiter bei der sauberen Textilproduktion. Die Supermärkte haben sich gegenüber Greenpeace verpflichtet, bis 2020 schrittweise auf umweltschädliche Substanzen bei der Produktion von Textilien und Schuhen zu verzichten. Und stehen damit nicht alleine da. 33 internationale Marken beteiligen sich an der "Detox"-Kampagne.

Und kleine Erfolge erkennt Greenpeace laut seinem Zwischenbericht auch schon. Mittlerweile seien Aldi, Lidl und Rewe, Penny, Tchibo und die schweizerische Kette Coop Trendsetter der sauberen Textilproduktion unter den Supermärkten, sagte die Textil-Expertin von Greenpeace, Kirsten Brodde. Erste besonders schädliche Chemikalien seien verbannt worden, es gebe Fortschrittsberichte und Abwasserdaten. Programme für Rücknahme und Recycling von Textilien würden auf den Weg gebracht, so Brodde.

Jetzt fordert Greenpeace Handelsketten wie Edeka/Netto, Norma oder Metro/Real auf, sich der Aktion anzuschließen. Der Edeka-Verbund in Hamburg betonte daraufhin: Man sei mit Greenpeace im Gespräch. Textilien machten nur ein Prozent des Edeka-Umsatzes aus. Die textilen Eigenmarken würden dem Öko-Tex 100 Standard entsprechen. "Seit Juni 2015 engagieren wir uns im "Bündnis für nachhaltige Textilien" beim Bundeswirtschaftsministeriums", so das Unternehmen. Greenpeace ist das wohl nicht genug.

Mit dpa-Material

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