POLITIK
15/12/2015 13:31 CET | Aktualisiert 18/01/2016 08:41 CET

Forscher: Deutschlands Mittelschicht reicher als bisher angenommen

dpa

Es sind Zahlen, die viele Mythen über Deutschlands Geldadel entkräften. Bislang waren Forscher davon ausgegangen, dass die jüngsten Finanzkrisen sowie die Steuerpolitik die Reichen immer Reicher gemacht haben.

Doch eine aktuelle Studie widerlegt jetzt den Mythos von der drastischen Umverteilung zugunsten der Oberschicht. Forscher der Konrad-Adenauer-Stiftung haben jetzt nämlich herausgefunden, dass die deutsche Mittelschicht über ein größeres Vermögen besitzt als bislang angenommen.

Laut der Studie, aus der die "Welt" zitiert, verfügen die mittleren Einkommensschichten über knapp 70 Prozent des gesamten privaten Nettovermögens in Deutschland - und konnten zuletzt sogar gegenüber der Oberschicht Boden gutmachen, berichtet das Blatt.

Mehr als drei Viertel der Deutschen gehöre derzeit zur Mittelschicht, heißt es im Bericht der Stiftung. Dieser Anteil ist seit 2007 stabil, während er zuvor, zwischen 1999 und 2006, stetig von 83 Prozent auf 77 Prozent gesunken war. Dazu zählen laut der Studie alle Privatpersonen, deren Nettoeinkommen zwischen 60 und 200 Prozent des mittleren Einkommens liegt. Die Zahlen beruhen auf den jüngsten Daten eines sozio-ökonomischen Panels, das das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) anhand von Bevölkerungsumfragen erstellt.

Auch bei HuffPost:

Der 10-Cent Trick: Fiese Gebührenfalle: AfD-Gegner spenden Mini-Beträge und schaden so der Partei

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite