POLITIK
15/12/2015 13:02 CET | Aktualisiert 15/12/2015 13:18 CET

Diese Autokorrektur für "besorgte Bürger" trifft ins Schwarze

Online gelten andere (Grammatik-)Regeln. Auf Facebook und überall, wo kommentiert wird, lässt sich beobachten, dass bestimmte Verfasser herzlich wenig Wert auf diverse Konventionen der deutschen Rechtschreibung und Grammatik legen.

Naja, aber vielleicht liegt es ja auch an unserer Wahrnehmung. Denn viele der besonders unkonventionellen Kommentatoren sind schließlich ganz besonders deutsch. Sie gehören zu jenen besorgten Bürgern, die um das Fortbestehen der deutschen Kultur, ach was, des ganzen Abendlandes fürchten.

Scheinbar haben sie deshalb einfach eine neue (noch deutschere) Sprache entwickelt, die die Kollegen des NDR-Satiremagazins "Extra3" liebevoll "BesorgteBürgerDeutsch" nennen.

Autokorrektur für Besorgte Bürger: Jetzt ergibt doch einiges Sinn

Posted by Extra 3 on Montag, 14. Dezember 2015

Freundlicherweise teilte die Redaktion von "Extra3" auf Facebook einen hilfreichen Leitfaden für Interessierte, die auch endlich dazu gehören wollen. Charakteristische Fehler – Pardon, sprachliche Besonderheiten - darunter "'als wie' statt 'als'" verwenden oder "hinter jedem dritten Wort ein Komma setzen" werden so automatisch eingefügt.

Der Autokorrektur-Vorschlag stieß jedoch auch auf Kritik. Diverse Facebook-Nutzer brachten Verbesserungsvorschläge ein. "Ich vermisse die Option, hinter jeden Kommentar automatisch einen Hashtag zu setzen, etwa #Merkelmussweg oder #ArmesDeutschland", schrieb ein besorgter Fan.

Wut-Video: So rechnet ein Flüchtling mit den besorgten Bürgern ab

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