WIRTSCHAFT
14/12/2015 06:10 CET

Ikea will deutschlandweit Pick-up Stationen einführen

Inter IKEA Systems B.V.
40 Minuten bis zum nächsten Ikea? Geht gar nicht, meint der Konzern

Ikea-Kunden sollen künftig nicht mehr so weit zum nächsten Möbelhaus fahren müssen. Der schwedische Konzern will sogenannte Pick-up Points einrichten – Abholstationen, wo Kunden im Internet bestellte Ware abholen können.

Bis zu 80 solcher Pick-up Points sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren in Deutschland entstehen, teilte die Pressestelle auf Anfrage mit. Damit wolle man den Kunden lange Wege ersparen.

Zwar hat Ikea in keinem Land der Welt mehr Filialen als in Deutschland – 50 sind es hier, darauf folgen die USA mit 41 und Frankreich mit 32 Filialen. Dennoch sagte der zuständige Expansionschef Johannes Ferber der „Welt“, dass nur zwei Drittel der Deutschen innerhalb von 40 Minuten eine Ikea-Filiale erreichen könnten. Das reicht dem schwedischen Möbelgiganten offenbar nicht. Und überall darf er seine riesigen Anlagen eben auch nicht bauen, wo er möchte.

Zwar können sich Online-Kunden die Ware auch nach Hause liefern lassen, aber die Lieferung in die Pick-up Stationen wird wohl weniger kosten. Über die Details der Preise will Ikea derzeit keine Auskunft geben.

In anderen Ländern wie Kanada gibt es die Stationen schon. In Deutschland hat der Konzern die Idee seit dem Frühjahr in Leipzig getestet – offenbar mit Erfolg. Im Januar soll dann den zweiten Point eröffnen, in Ravensburg.

Für Ikea läuft es derzeit exzellent in Deutschland. Der Jahresüberschuss stieg im letzten Geschäftsjahr, das Ende August auslief, um 5,5 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 7,7 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Außer auf Service setzt Ikea auf ein grünes Image. Bis zum Jahr 2020 will Ikea aus eigenen erneuerbaren Quellen so viel Energie produzieren wie der Konzern verbraucht. Vergangenes Jahr sollen es bereits über 50 Prozent gewesen sein. Dafür habe das Unternehmen bislang in 314 Windräder investiert und 700.000 Solarpanels auf seinen Gebäuden installiert.

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