POLITIK
14/12/2015 06:53 CET | Aktualisiert 14/12/2015 06:56 CET

Frankreichs Rechtsextreme holen trotz Niederlagen Rekordergebnis

Getty

Am Ende ist es doch ein Erfolg für die Rechten: Der rechtsextreme Front National ist bei den Regionalwahlen in Frankreich zwar sieglos geblieben, aber hat seine Mandate dank mehr Wählerstimmen verdreifacht. Im zweiten Wahlgang am Sonntag entfielen rund 6,8 Millionen Stimmen auf die Partei von Marine Le Pen, wie vorläufige Zahlen des Innenministeriums vom Montag ergaben.

Das sind etwa 400.000 Wähler mehr als beim bisher besten Ergebnis bei der Präsidentschaftswahl 2012. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag mit 58,7 Prozent gut 20 Punkte unter der von 2012. Der Front National kommt nach der Abstimmung auf 358 Sitze statt der bisherigen 118. Stärkste Kraft wurde sie jedoch in keiner der 13 Regionen.

Im zweiten Wahlgang lag das konservative Bündnis um die Republikaner von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy mit 40,2 Prozent vorn. Die Sozialisten von Staatschef François Hollande, die in zwei Regionen nicht antraten, kamen mit verbündeten Parteien auf 28,9 Prozent. Der Front National errang 27,1 Prozent, nachdem sie in der Vorwoche mit 27,7 Prozent ein neues Rekordergebnis auf Landesebene beim Anteil der Stimmen erzielt und damit noch in sechs Regionen geführt hatte.

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