WIRTSCHAFT
14/12/2015 05:55 CET | Aktualisiert 14/12/2015 06:11 CET

Alibaba kauft die Zeitung "South China Morning Post"

dpa
Online-Riese Alibaba kauft Hongkonger Traditionszeitung "South China Morning Post" für 242 Millionen Euro.

Der chinesische Internetkonzern Alibaba bezahlt 2,06 Milliarden Hongkong Dollar, also 242 Millionen Euro, für die Hongkonger Traditionszeitung "South China Morning Post". Die weltgrößte chinesische Online-Handelsplattform übernehme dafür das gesamte Mediengeschäft, berichtete die Zeitung am Montag.

Der Aufkauf des 112 Jahre alten Hongkonger Zeitungshauses durch den chinesischen Konzern weckt Sorgen über die Unabhängigkeit des Blattes, das bisher als kritisches "Fenster zu China" gilt. Die neuen Besitzer beteuern zwar, die Unabhängigkeit wahren zu wollen, wünschen sich aber eine andere Berichterstattung als in westlichen Medien.

Alibaba-Vize im Interview

Alibaba-Vizechef Joseph Tsai kritisierte Medien, die China "durch eine besondere Brille sehen". "Viele Journalisten, die für westliche Medien arbeiten, dürften mit dem Regierungssystem in China nicht übereinstimmen und das färbt ihren Blickwinkel der Berichterstattung", sagte Tsai. "Wir sehen die Dinge anders."

Er beschrieb die Perspektive von Alibaba als neuer Eigentümer so: "China ist wichtig. China ist eine aufsteigende Wirtschaft. Es ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt." Die Welt solle mehr über China lernen. "Die Berichterstattung sollte ausgewogen und fair sein", sagte Tsai in einem Interview mit der "South China Morning Post".

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