POLITIK
13/12/2015 04:36 CET | Aktualisiert 13/12/2015 04:41 CET

Zoff in der SPD: "Viele bejubeln Sarah Wagenknecht, statt Gabriel zu wählen"

In der SPD rumort es
dpa
In der SPD rumort es

Es war ein herber Dämpfer für Sigmar Gabriel: Bei seiner Wiederwahl zum SPD-Vorsitzenden stimmten nur knapp 75 Prozent der Delegierten auf dem Bundesparteitag in Berlin für den Vize-Kanzler und Bundeswirtschaftsminister. Nun haben führende SPD-Politiker ihre Partei zu einem klaren, einheitlichen Kurs aufgefordert. Der Tenor: Die SPD müsse beweisen, dass sie regieren kann.

„Sigmar Gabriel hat drei Viertel aller Stimmen erhalten, damit ist der Kurs der SPD eindeutig entschieden“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nannte Gabriels Ergebnis "überraschend" und "keineswegs gerechtfertigt".

Noch kritischer äußerte sich der Nordrhein-Westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duinn: Er sagte, einigen Sozialdemokraten sei das Regieren wohl zu anstrengend: "Viele in der SPD würden lieber Sarah Wagenknecht zujubeln als Gabriel zu wählen.“

Hohn und Spott erntete die SPD für das Wahldebakel ihres Chefs von der Linkspartei: „Vielleicht muss mal jemand Sigmar Gabriel sagen, dass die Voraussetzung für die Bildung einer SPD-geführten Bundesregierung eine Mehrheit ist“, sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der „Welt am Sonntag“. Doch dazu müsse sich die SPD aus den Klauen der Union befreien, was laut Bartsch derzeit aussichtslos sei.

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