POLITIK
10/12/2015 02:23 CET | Aktualisiert 10/12/2015 09:42 CET

Putin spricht von Atomwaffen im Kampf gegen IS

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein brisantes militärisches Details seines Syrien-Einsatzes verraten. Die Raketen der U-Boote, die die russische Marine in Syrien im Einsatz hat, könnten notfalls mit Nuklearsprengköpfen ausgestattet werden.

Das sagte Putin im Gespräch mit dem russischen Verteidigungsminister, das ihr hier nachlesen könnt. Der Kreml-Chef betonte jedoch gleichzeitig, dass er hoffe, nie Atomwaffen im Kampf gegen den Terrorismus einsetzen zu müssen. Dass er es in dem Zusammenhang erwähnt, ist dennoch bemerkenswert - und könnte durchaus als Drohung verstanden werden.

Außerdem gab Putin bekannt, dass Russland in den vergangenen drei Tagen 300 Ziele "unterschiedlicher Art" in Syrien zerstört hätten. Außerdem sei es gelungen, die Black Box des durch die Türkei abgeschossenen Militärjets zu bergen. Putin betonte am Dienstag, er hoffe, dass der Flugschreiber Aufschluss darüber gebe, was am 24. November im türkisch-syrischen Grenzgebiet geschehen sei.

Die Blackbox könnte die angespannte Stimmung zwischen Russland und der Türkei weiter verschärfen. Die Führung in Ankara beharrt darauf, dass die Maschine den türkischen Luftraum verletzt habe und vor dem Abschuss mehrfach gewarnt worden sei. Moskau bestreitet beides und wirft dem Nato-Land "Verrat" vor.

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