POLITIK
09/12/2015 02:25 CET | Aktualisiert 09/12/2015 02:33 CET

Bei "Maischberger": CSU-Radikalo fetzt sich minutenlang mit Grünen-Politiker Trittin

dpa

Viele Beobachter im politischen Berlin fragen sich schon länger: "Scheitert Merkel"? Jetzt hat Sandra Maischberger eine ganze Sendung diesem Thema gewidmet. Wie zu erwarten war, war es nicht sehr ergiebig, was zu diesem Thema herumkam. Dass die Sendung trotzdem durchaus unterhaltsam endete, lag an einem Grünen-Politiker und an einem radikalen CSU-Jungspund.

Denn die fetzten sich minutenlang. Dass es in Deutschland wirklich keine gegensätzlichen politischen Lager mehr gibt, vergaß der Zuschauer dabei völlig.

Trittin attackiert CSU-Mann

Die beiden Kontrahenten hießen Jürgen Trittin und David Bendels, Mitgründer des "Konservativen Aufbruchs" in der CSU, einer radikal-konservative Unterorganisation der Partei (außerdem saßen CDU-Vize Julia Klöckner in der Runde und die Journalisten Markus Feldenkirchen (Spiegel) und Wolfgang Herles (ZDF)).

Der Streit beginnt damit, dass Trittin den jungen Bendels und seine Organisation als "das Zentralorgan der neuen Rechten" bezeichnet. Das ist starker Tobak, denn viele Experten sehen in der neuen Rechten eine Basisbewegung, die von Pegida bis hin zu radikalen Nazis reicht.

Kein Wunder, dass Bendels erbost zurückschießt: Grünen-Politiker und -Mitglieder würden sich auf Antifa-Demos herumtreiben, auf die Deutschlandfahne urinieren und sich weigern, die Nationalhymne zu singen, poltert er. Bendels sagt es nicht, aber er meint: Die Grünen sind Vaterlandsverräter (indirekt bestätigt er damit Trittins Vorwurf aber nur).

Ist die CSU die letzte Volkspartei?

Nach so viel patriotischem Eifer fragt Maischberger Bendels, ob er sich denn ein Bündnis mit der AfD vorstellen könne. Der antwortet: "Ich hoffe, dass die CSU in Bayern noch lange allein regieren kann." Eine Absage an eine Koalition sieht anders aus.

Am Ende versteigt sich Bendels noch zu der Behauptung, dass die CSU die "letzte große Volkspartei" in Deutschland sei. Eine Antwort kann sich Jürgen Trittin auch hier nicht verkneifen: "Ja, in Bayern!"

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