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07/12/2015 23:14 CET | Aktualisiert 07/12/2016 06:12 CET

"Wer wird Millionär?": Das macht der Neu-Millionär mit dem Gewinn

Spot On
Der Millionen-Gewinner bei "Wer wird Millionär?"

Stolze 35 Minuten benötigte er für die letzte Frage, doch die lange Bedenkzeit hat sich für Leon Windscheid (27) aus Münster im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt. Am Montagabend löste er bei Günther Jauchs (59) Show "Wer wird Millionär?" die Millionenfrage.

Der Jubel im Anschluss war verständlicherweise groß. Doch der Weg dahin war eine Nervenprobe. Für Windscheid galt es "nur" noch die alles entscheidende Frage zu beantworten: "Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel?" Die Antwortmöglichkeiten waren A) 22; B) 24; C) 26; D) 28. Windscheid hatte keinen Joker mehr, musste somit ohne Hilfe die Millionenfrage lösen.

Gleich zu Beginn hatte der junge Kandidat einen guten Ansatz, war sich aber erst nach längerer Bedenkzeit sicher, dass C) die richtige Antwort sein muss. "In so einer Situation kann man sich nicht ganz sicher sein. Die Aufregung ist viel zu groß. Aber ich war mir am Ende so sicher, dass ich es mir nie verziehen hätte, es nicht zu riskieren und habe C gesagt", ließ Windscheid nach seinem Triumph im Gespräch mit RTL wissen.

Der Unterhosen-Trick

Dabei ist Windscheid nach eigener Darstellung gar nicht so stressresistent. Wie er der "Bild"-Zeitung sagte, bedeuteten Referate oder Vorträge an Schule und Uni immer "wahnsinnigen Stress".

Doch er habe einen Trick entwickelt: Er lasse sich dann von Eltern, Kumpels oder seiner Freundin abfragen - in Unterhosen. Die Situation sei so absurd, dass man mit der Erinnerung daran in der Prüfungssituation dann das eigene Gehirn austricksen könne.

Wie es aussieht, wenn Comedian Kaya Yanar zu "Wer wird Millionär" einlädt, das sehen sie in diesem Video auf Clipfish

"Es fühlt sich an, wie ein Traum"

Wirklich realisiert habe er den großen Gewinn noch nicht. "Ich kann es noch immer gar nicht glauben. Eine Eins mit sechs Nullen. Das fühlt sich an, wie in einem ziemlich verrückten Traum. Das Ganze muss ich erstmal verdauen, denn damit hatte ich natürlich nie gerechnet." Von dem Geld wolle er nun einen Teil in die Eventfirma, die er gemeinsam mit seinem Bruder führt, investieren. Außerdem wolle er seine Freundin und seine Familie "zu Reisen an den Golf von Guinea auf die Urwaldinseln São Tomé und Príncipe einladen". Auch an die Flüchtlingshilfe werde er spenden, so Windscheid.

Und dann ist da auch noch sein eigener Traum, den er sich mit dem Geld verwirklichen will: "Ich liebe die Psychologie und werde darüber schreiben, wie jeder mit kleinen Psychotricks sein eigenes Gehirn austricksen kann." Gefeiert habe der Neu-Millionär nach der Sendung übrigens ganz ohne Luxus. "Gemeinsam mit meiner Freundin und meinen Eltern bin ich nach der Aufzeichnung zu McDonald's gefahren. Nach der Show war ich so fertig und ausgelaugt, dass ich erstmal ganz viel Zucker brauchte." In seiner Heimatstadt Münster werde er es aber noch mit seinen Freunden in einem Club krachen lassen. "Dort feiern wir Mitte Dezember meinen Geburtstag und die Million nach."

Jauch zog für den Gewinner blank

Den Anzug von Günther Jauch, den ihm der Moderator am Ende der Show versprochen hatte, hat Windscheid tatsächlich erhalten. "Das Jackett hatte er mir schon in der Show gegeben. Als alles vorbei war, durfte ich dann in seine Umkleide. Ohne Umschweife zog der Quizmaster sich bis auf die Unterhose aus und gab mir zum Jackett noch Hemd, Hose, Gürtel und Krawatte." Bis auf die Krawatte werde er Jauchs Klamotten aber für einen guten Zweck, zugunsten der Flüchtlingshilfe in Münster, versteigern.

Auf die Frage, wie man die Millionen holt, konnte auch der nunmehr 14. Millionär der Show keine allgemeingültige Antwort geben. "Es gibt, glaube ich, kein Patentrezept. 'Wer wird Millionär?' ist eine Spielshow. Und Spiel heißt auch Glück. Ich hatte Glück mit manchen Fragen und Pech mit anderen. Manche Antworten wusste ich oder konnte sie mir herleiten, bei anderen brauchte ich die Hilfe der Joker", erklärt Windscheid. In Günther Jauchs Gesicht habe auch er als Psychologe nichts lesen können. Doch als es darum ging, die Millionenfrage aufzulösen, glaubt Windscheid, einen kurzen Schimmer Freude in Jauchs Augen gesehen zu haben.

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