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08/12/2015 07:59 CET

In St. Pauli werden Spenden verkauft, die Flüchtlinge nicht brauchen

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70.000 Kisten stapeln sich, Kisten mit Hosen, Pullovern, Kleidern, Jacken, Schuhen. In einer der größten Kleiderkammern Deutschlands, in den Messehallen in Hamburg.

Nur: Die Flüchtlinge und die Hamburger Bedürftigen können mit vielem davon gar nichts anfangen, mit Zwölf-Zentimeter-High-Heels, knappen Röcken, Spitzentops. Allein 14 Paletten mit kaum verwendbarer Frauenkleidung haben sich angesammelt, sagt Dominik Bloh vom Unterstützerverein Hanseatic Help der "Morgenpost".

hacken für jacken

Damit sie nicht umsonst gespendet wurden, verkauft der Second-Hand-Laden "Hanseatic Heels" im Hamburger Karoviertel, Glashüttenstraße 108, diese Kleider jetzt - natürlich für den guten Zweck.

Unter dem Motto "Hacken für Jacken" können Kunden High Heels entweder gegen mitgebrachte Winterjacken - und -schuhe eintauschen oder einfach so kaufen. Die Erlöse werden zu 100 Prozent reinvestiert.

Noch herrscht Chaos in dem 60-Quadratmeter großen Laden. Doch Bloh ist zuversichtlich: "Das wird schon", sagte er der "MoPo".

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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