VIDEO
08/12/2015 06:25 CET | Aktualisiert 08/12/2015 06:26 CET

Ex-Islamisten-Geisel Hénin: "Der IS ist nur das Symptom des eigentlichen Übels"

Der französische Journalist Nicolas Hénin war zehn Monate lang Geisel der Terror-Miliz Islamischer Staat. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" vergleicht er die aktuelle Situation in Syrien mit der Reaktion der US-Regierung auf 9/11. Der eigentliche Erfolg der Terroristen sei dabei der Krieg in Afghanistan und im Irak gewesen.

Auch jetzt wolle der Islamische Staat (IS), dass der Westen Muslime töte, da die Terrormiliz auf diese Weise ihren Kampf begründen könne und Unterstützung aus der Bevölkerung erhalte. Hénin spricht sich deshalb vehement gegen Luftangriffe in Syrien aus: "Wenn wir durch unsere Bomben die Syrer abstoßen, werden wir verlieren. Wenn es uns aber gelingt, unsere Solidarität mit ihrem Anliegen zu beweisen, für ihre Sicherheit zu sorgen und eine politische Lösung zu erreichen, dann wird der IS in sich zusammenfallen."

Statt Terroristen zu töten, solle man die Wurzeln des Terrors angehen - also all jene autoritären Regime, die ihre Herrschaft nur auf Gewalt gründen.

pk/FOL/Wochit

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite