POLITIK
07/12/2015 12:56 CET | Aktualisiert 08/12/2015 01:40 CET

Eine unangenehme Wahrheit über die Wähler der Volksparteien - in einer Grafik

dpa

Deutschland hat einen gewalttätigen Sommer hinter sich. Selten in der jüngeren Geschichte gab es mehr Attacken auf Ausländerheime als in den vergangenen Monaten. Das Schlimme dabei: Nur wenige Taten werden am Ende wirklich aufgeklärt.

Die Welle der Gewalt ist aber nicht nur heftiger als frühere ausländerfeindliche Anschlagsserien. Sie ist auch in ihrem Kern anders - denn die Täter sind laut den bisherigen Erkenntnissen nicht nur harte Neonazis, sondern auch "ganz normale" Bürger.

Das zeigt: Fremden- und Ausländerfeindlichkeit ist in großen Teilen der Gesellschaft verbreitet. Wie weit, das zeigt eine Studie der Universität Leipzig, die sogenannte "Mitte"-Studie. Die Ergebnisse brechen die Leipziger auch auf die Wähler der einzelnen Parteien in Deutschland herunter.

Das Katapult-Magazin aus Greifswald hat aus diesen Daten eine übersichtliche Grafik erstellt:

karte

Ebenso erschreckend wie interessant an der Grafik: Bei der SPD und Linken ist Ausländerfeindlichkeit ebenso verbreitet wie bei den Konservativen. Ausländerfeindlichkeit machen die Leipziger Forscher unter anderem daran fest, wenn Befragte auf den Satz "Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet" mit "Ja" antworten.

In der CDU sind rechte Tendenzen demnach sogar etwas weniger verbreitet als bei SPD. Einzig bei den Grünen und bei der FDP sind die Werte vergleichsweise niedrig. Ziemlich eindeutig fällt das Bild bei der AfD aus: Die Hälfte ihrer Wähler sind ausländerfeindlich.

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Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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