POLITIK
07/12/2015 22:54 CET | Aktualisiert 07/12/2015 22:55 CET

Ein Brief zeigt, wie schlimm es um die Finanzen der AfD steht

Getty
Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry

Die AfD hat Geldsorgen. Die Situation scheint so besorgniserregend zu sein, dass der Vorstand einen Bettelbrief an seine Mitglieder verschickte. Der Grund dafür: ein von der Großen Koalition geplantes Gesetz, das den lukrativen Handel mit Goldmünzen der Partei unterbinden soll.

Jetzt schlägt der Vorstand Alarm. In einem Schreiben heißt es: "Wenn die Änderung des Parteiengesetzes in wenigen Tagen verabschiedet wird - und davon müssen wir ausgehen - entsteht eine Finanzierungslücke für das Jahr 2017, die sich direkt auf den Bundestagswahlkampf auswirken würde."

Es könnte sogar noch schlimmer für die AfD kommen. "Zudem laufen wir durch die rückwirkende Geltung des Gesetzes in Gefahr, zu viel erhaltenes Geld eventuell rückzahlen zu müssen." Dabei geht es um mehrere Millionen Euro.

Der Goldhandel ist eine wichtige Einnahmequelle der Partei. Die AfD hatte mit niedrigen Gewinnmargen Gold an Mitglieder und Unterstützer verkauft, da ihre Einnahmen nicht ausreichten, um den maximalen Betrag aus der staatlichen Parteienfinanzierung zu erhalten. Wird die Reform des Parteiengesetzes so beschlossen, wie es der vergangene Woche eingebrachte Entwurf der großen Koalition vorsieht, würden Umsätze wie dieser nicht mehr anerkannt.

Parteichefin Frauke Petry zeigte sich kämpferisch. Zusammen mit der Nummer Zwei der Partei, Jörg Meuthen, formulierte sie in dem Schreiben trotzig: "Zeigen wir den Parteien des Bundestages, dass sie uns so nicht besiegen."

Auch auf HuffPost:

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite