POLITIK
06/12/2015 22:56 CET | Aktualisiert 06/12/2015 22:58 CET

Obama droht dem IS: "Werden die zerstören, die versuchen, uns zu töten"

AP
Barack Obama während seiner gestrigen Ansprache

Barack Obama sagt der Terrormiliz IS den Kampf an. "Wir werden den IS und andere Organisationen zerstören, die versuchen, uns zu töten", sagte der US-Präsident in einer vom Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

In einer Fernsehansprache aus dem Oval Office wandte er sich an die Nation. "Ich weiß, dass sich viele Amerikaner nach so viel Krieg fragen, ob wir mit einem Krebsgeschwür konfrontiert sind, für das es kein sofortiges Heilmittel gibt", sagte er in der Rede. Der Terrorkampf der USA ist laut Präsident Barack Obama in eine "neue Phase" eingetreten. Diese terroristische Bedrohung werde sein Land jedoch meistern, versicherte Obama.

Seine Rede war eine Reaktion auf den Anschlag in Kalifornien. Die USA stehen unter dem Eindruck des Angriffs auf ein Sozialzentrum im kalifornischen San Bernardino, wo am vergangenen Mittwoch 14 Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden waren. Laut Behördenangaben verübte ein Ehepaar die Attacke. Die Frau gelobte der Darstellung zufolge der Terrormiliz Islamischer Staat auf Facebook ihre Gefolgschaft.

Die Bluttat in San Bernardino bezeichnete Obama als "Terrorakt". Das Täterpaar habe "Angriffswaffen, Munition und Rohrbomben gehortet" und einer "verdrehten Interpretation des Islams" gefolgt. Obama sagte, es gebe bislang keine Beweise, dass die Schützen von einem Terrornetzwerk im Ausland geleitet worden seien. Die beiden seien jedoch "den dunklen Weg der Radikalisierung hinabgegangen". Weiter sagte er in seiner 13-minütigen Ansprache: "Dies war ein Terrorakt, der vorsah, unschuldige Menschen zu töten."

Der Präsident gab keine Veränderungen der US-Strategie gegen den IS bekannt. Dies unterstreicht sein Vertrauen in das bisherige Vorgehen, gleichzeitig aber auch den Mangel an Optionen, um Herr über die Terroristen zu werden. Zugleich versicherte Obama, dass sich die USA nicht in einen Bodenkrieg in Syrien oder im Irak hineinziehen lassen würden. In beiden Ländern bekämpft Washington den IS gemeinsam mit internationalen Partnern aus der Luft.

Auch auf HuffPost:

Aufgebracht, weil sie nicht weiter dürfen: An der mazedonischen Grenze: Flüchtlinge liefern sich Kämpfe mit der Polizei

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite