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05/12/2015 12:56 CET | Aktualisiert 05/12/2015 13:14 CET

Eine Studie zeigt, wie traumatisch eine Geburt für den Körper wirklich ist

Hans Neleman via Getty Images
Studien zeigen wie traumatisch eine Geburt wirklich ist

Die Geburt eines Kindes ist gleichzeitig eines der schmerzhaftesten und schönsten Ereignisse im Leben einer Mutter.

Wer allerdings denkt, dass der Anblick des Neugeborenen allen Schmerz komplett wett macht, der unterschätzt das Trauma, das der Körper durch die Geburt erleidet.

Laut einer Studie der University of Michigan ist eine Geburt mindestens genau so traumatisch für den Körper, wie die meisten Ausdauersportarten. Die Forscher fanden sogar heraus, dass Frauen oft länger als acht Monate brauchen, um sich von den Beckenverletzungen durch die Geburt zu erholen.

"Wir neigen dazu, Frauen zu sagen: 'Deine Geburt ist jetzt sechs Wochen her, wir müssen dich nicht mehr untersuchen, es wird dir gut gehen,'" erläutert Janis Miller, die Leiterin der Studie. "Aber nicht allen Frauen geht es nach sechs Wochen schon wieder gut, geschweige denn, dass sie dazu bereit sind, wieder arbeiten zu gehen. Und sie sind deswegen nicht verrückt."

Erschreckende Ergebnisse

Das Forscherteam führte an einer Gruppe von Frauen mit einem hohen Risiko für Muskelverletzungen MRT- Scans durch und kam zu erschreckenden Ergebnissen: Die Bilder zeigen bei 25% der Frauen Wassereinlagerungen im Mark des Schambeins und bei zwei Dritteln einen Wasserüberschuss in den Muskeln, ähnlich einer schweren Muskelzerrung. 41% hatten Muskelfaserrisse in den Muskeln des Beckens, wobei sich diese teilweise oder ganz vom Schambein lösten. Dabei handelt es sich um eine Ablösung, die nicht rückgängig gemacht werden kann.

Miller betont, dass die getestete Gruppe mit hohem Risiko für Verletzungen keinesfalls repräsentativ für die Gesamtheit aller werdenden Mütter ist und die meisten Verletzungen nach acht Monaten verheilten. Dennoch erlitten 15% der untersuchten Mütter unheilbare Beckenverletzungen.

Für Miller ein entscheidender Grund für Mütter, ihre Genesung selbst ernster zu nehmen und zu einem Spezialisten zu gehen, sobald sie bemerken, dass ihre Heilung langsamer als im Normalfall abläuft und ungewöhnliche Symptome auftreten.

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