POLITIK
05/12/2015 05:43 CET | Aktualisiert 05/12/2015 05:43 CET

In Syrien und dem Irak: Schon mehr als 100 Deutsche kämpfen gegen den IS

IS Propaganda

Immer mehr Deutsche ziehen freiwillig in den Krieg gegen den IS. Nach Informationen des "Focus"-Magazins ist die Zahl der Männer und Frauen, die von Deutschland aus nach Syrien und in den Nordirak ausreisen und dort gegen die Terrormiliz kämpfen, weiter angestiegen.

Genaue Zahlen gibt es nach wie vor nicht. Inzwischen sind aber neue Schätzungen bekannt. "Insgesamt wurden dem Bundesverfassungsschutz mehr als 100 Personen bekannt, die aus Deutschland ausgereist sind, um auf Seiten der Kurden gegen den 'Islamischen Staat' zu kämpfen“, sagte Hans-Georg Maaßen, Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, gegenüber dem Magazin.

Der größte Teil sei von der Terrororganisation PKK rekrutiert worden. "Uns sind jedoch auch etwa 20 Personen bekannt, die sich PKK-nahen Organisationen eigenständig angeboten haben“, sagte Maaßen dem "Focus". Dies geschehe beispielsweise über die Internet-Plattform "lions of rojava“, auf der sich Freiwillige an die Partei der Demo­kra­tischen Union (PYD), eine Zweigorganisation der PKK, wenden.

Maaßen prophezeit eine erneute Zunahme der Ausreisenden. Er glaube, dass die aktuelle politische Lage "zu verstärkten Rekrutierungsaktivitäten der PKK in Deutschland und Europa“ führen werde.

Bei Gefechten mit dem IS sind bisher zwei Deutsche ums Leben gekommen. Bei den beiden handelt es sich um Ivana Hoffmann, 19, aus Duisburg und Kevin Jochim, 21, aus Karlsruhe. Zudem sei am 18. Oktober ein in Deutschland lebender Türke in den Reihen der PKK-Guerilla gestorben, berichtet "Focus".

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