LIFESTYLE
05/12/2015 08:27 CET | Aktualisiert 05/12/2015 09:47 CET

Als diese Mutter ein Foto von sich postete, meldeten sie ihre Freunde bei Facebook

Facebook/ Mel Rymill
Als diese Mutter ein Foto postet, melden es ihre Freunde bei Facebook

Diese Reaktion auf ihr Foto hätte sich Mel Rymill wohl nie so erwartet. Die Australierin wollte ein klares Statement zu ihrem Körper abgeben und postete deshalb ein Foto mit deutlichem Text auf Facebook, auf dem sie in ihrer Schwangerschaftsunterwäsche zu sehen ist.

Prompt wurde das Bild von einem ihrer Facebook-Freunde wegen "Verstoß gegen die Nacktheits-Richtlinien von Facebook" gemeldet. So war das Bild kurzzeitig gelöscht, obwohl Mel auf dem Foto bekleidet ist. Die Australierin schreibt: "Lächerlich - was ich hier trage, bedeckt mehr als meine normalen Badesachen!"

Das sind ihre beeindruckenden Worte zu ihrem kontroversen Foto:

So I had my first session with a PT today and the first thing she said to me was "Obviously you want to get back to your...

Posted by Mel Rymill on Donnerstag, 19. November 2015

Heute hatte ich meine erste Stunde mit meiner Personal Trainerin und das erste, was sie zu mir sagte, war: „Offensichtlich wollen Sie das Gewicht zurückbekommen, das Sie vor Ihrer Schwangerschaft hatten." Es war keine Frage, es war eine Feststellung.

Und es pisste. Mich. Richtig. An.

Ich habe sie freundlich verbessert, indem ich einfach sagte: 'Mein Ziel ist es, meine Stärke und Ausdauer wieder zu bekommen. Ich mache mir keine Sorgen, wie mein Körper aussieht, nur wie er funktioniert ... und er kann ganz schön tough sein.'

Aber es hat mich zum Nachdenken gebracht.

Den meisten Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben, wird gesagt, dass sie gut aussehen, wenn sie die Figur zurückbekommen, die sie vor der Schwangerschaft hatten - wodurch man schnell zu der Annahme kommt, dass sie schlecht aussehen, wenn sie die Extra-Pfunde behalten.

Dünne Menschen werden für ihren fettfreien Körper beneidet oder es wird ihnen vorgeworfen, dass sie offensichtlich hungern. Füllige Frauen werden entweder als fett abgestempelt oder dafür gepriesen, dass sie mutig genug sind, um sich in ihrer Haut wohl zu fühlen. Es gibt immer Druck.

Niemand fühlt sich die ganze Zeit wohl in seiner Haut. Menschen ständig in Schubladen zu stecken und damit die Erwartungen an sie zu erhöhen ist schädlich für jeden ... einschließlich derer, die andere verurteilen.

Wir sollten uns darüber Gedanken machen, ob es den Leuten gut geht und nicht, ob sie gut aussehen.

Hier stehe ich also. Ich bin wahrscheinlich nicht bereit, um in einem Hochglanzmagazin zu erscheinen. Meine Oma-Schlüpfer und mein Still-BH werden bestimmt nicht in nächster Zeit den Laufsteg erobern, mein Haar ist fettig, ich trage kein Make-Up, mein Körper ist füllig und schlabbert und ich bin mir gar nicht sicher, ob es mir komplett gut geht.

Aber ich bin stark. Mein Körper ist gesund.

Ich bin tough, verdammt nochmal!

Ich scheiße darauf, was die Gesellschaft von mir will. Das ist es, was ich anzubieten habe.

Folgt mir, wenn ihr wollt #badassundies

Mittlerweile wurden ihr starker Post schon an die 9000 Male geteilt und viele Frauen folgten ihrem Beispiel unter dem Hashtag #badassundies. Hier seht ihr einige Beispiele:

My name is Julie-Anne, and I'm overweight. I also have Multiple Sclerosis. During my teenage and adult years I have been...

Posted by Julie-Anne Pashley on Freitag, 20. November 2015

Mel Rymill posted a status in her underwear about an experience she had, and discussed body shaming and labelling of...

Posted by Danielle Teddy on Sonntag, 22. November 2015


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