POLITIK
04/12/2015 06:14 CET | Aktualisiert 04/12/2015 08:03 CET

Das Internet schenkte einem Flüchtling 170.000 Euro - das hat er damit gemacht

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Die Bilder des syrischen Flüchtlings gingen um die Welt: Abdul Halim al-Attar verkaufte Stifte auf der Straße, damit er seine Familie ernähren konnte. Sie waren nach Beirut geflohen und hatten nichts.

Ein Twitter-Nutzer veröffentlichte die Fotos, die viele Menschen rührten. Es war bewegend, wie dieser Vater versuchte, mit so etwas Einfachem wie Stiften Geld zu verdienen. Weil er nichts anderes hatte, weil er etwas tun wollte, statt hilflos zu sein:

Mit einer Crowdfunding-Kampagne sammelten Helfer Geld für Abdul und seine Familie. Am Ende kamen mehr als 174.000 Euro zusammen. Das ist jetzt drei Monate her. Und nun gibt es Neuigkeiten darüber, wie es dem Vater ergangen ist. Was er mit dem Geld gemacht hat, überrascht viele.

Abdul hat bis heute nur etwa 40 Prozent der Summe ausgezahlt bekommen. Ungefähr 18.000 Euro Gebühren gingen an die Betreiber der Crowdfunding-Seite und an PayPal. Etwa 20.000 Euro schickte Abdul seiner Familie in Syrien.

Den Rest investierte er so gut, dass er inzwischen Unternehmer ist. Abdul eröffnete ein Restaurant, einen Kebab-Laden und eine Bäckerei. 16 Flüchtlinge hat er in seinen Geschäften einen Arbeitsplatz verschafft. Er selbst lebt in einer spartanisch eingerichteten, kleinen Wohnung. Und ist glücklich, dass sein Sohn in Beirut wieder zur Schule gehen kann.

syrischer fluechtling stifte

"Nicht nur mein Leben hat sich verändert, auch das Leben meiner Kinder und das der Menschen in Syrien, denen ich helfen konnte", sagt Abdul der Nachrichtenagentur AP. Es ist wirklich beeindruckend, was er in der kurzen Zeit aufgebaut hat. All das war möglich, weil ein paar Menschen seinen Unternehmergeist und seinen Mut erkannt haben. Damals, als er auf der Straße Stifte verkauft hat.


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