POLITIK
04/12/2015 16:00 CET | Aktualisiert 04/12/2015 16:23 CET

Gutachten deckt gefährliche Mängel im AKW Fessenheim auf

dpa

Schon länger haben Gegner der Atomkraft eine schlimme Befürchtung: Nämlich, dass am Rhein die größte Gefahr für eine nukleare Katastrophe in Deutschland lauert. Denn dort, im Elsass, steht nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt das französische AKW Fessenheim. Es ist das älteste Kernkraftwerk in Frankreich, entsprechend zweifelhaft ist für viele Atomkraftgegner seine Sicherheit.

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Diese Befürchtungen werden jetzt durch ein Gutachten befeuert. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, weist Fessenheim "erhebliche Mängel" auf. Der Atommeiler sei nicht erdbebenfest und bei Hochwasser bestehe eine potenzielle Überflutungsgefahr für das gesamte Anlagengelände, schreibt das Magazin unter Berufung auf das Gutachten. Auch gegen abstürzende Flugzeuge sei das Kraftwerk nicht ausreichend geschützt.

Im Klartext: An der deutschen Grenze steht eine tickende Zeitbombe. Eigentlich sollte das AKW 2016 vom Netz, doch es wird wohl länger laufen.

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