POLITIK
03/12/2015 07:43 CET | Aktualisiert 03/12/2015 07:44 CET

"Äußerst besorgniserregend": Hier baut Kim Jong Un an einer Nukleartestanlage

dpa
Grund zur Beunruhigung? An der Nuklearwaffentestanlage von Nordkorea wird aktuell wieder gearbeitet

Nordkoreas Diktator Kim Jung Un bereitet offenbar wieder einen Kernwaffentest vor. Darauf weisen aktuelle Aufnahmen hin, die auf der Website "38 North" der Johns Hopkins University in Washington D.C. veröffentlicht wurden.

Die Satellitenfotos zeigen verdächtige Aktivitäten nahe der alten Nukleartestanlage in Punggye-ri. Eine Auswertung der aktuellen Fotos ergab, dass es bei der Tunnelanlage seit April deutliche Bauaktivitäten gab: Dort wurde nun ein vierter Tunnel hinzugefügt.

Die Tunnelanlage wurde in der Vergangenheit bereits mehrmals für Kernwaffentests genutzt. In mindestens zwei der Tunnels wurden 2006, 2009 und 2013 bereits Kernwaffen getestet. An einem dritten Tunnel wird seit 2009 gebaut. Die Experten von "38 North" gehen davon aus, dass Nordkorea an einem komplexen Untergrundsystem arbeitet, das mehreren Atomwaffentests standhalten könnte.

Aktuell soll keine Bedrohung von der Erweiterung der Tunnelanlage ausgehen. Die Experten der Universität schätzen, dass der Nukleartest nicht unmittelbar bevorsteht. Südkoreanischen Medienberichten zufolge soll

Seol aber davon ausgehen, dass ein Test in naher Zukunft möglich ist.

Verteidigungsexperten äußerten sich trotzdem besorgt. Laut Informationen des "Guardian" schätzen sowohl der amerikanische als auch der südkoreanische Verteidigungsminister die Entwicklung als "äußert besorgniserregend" ein. Seit dem letzten Nukleartests 2013 gelten strenge Sanktionen der UN gegen Nordkorea, die solche Test verbieten – schon damals kündigte Pjöngjang allerdings an, trotzdem weitere Nukleartests zu planen.

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