POLITIK
02/12/2015 05:10 CET | Aktualisiert 02/12/2015 05:18 CET

Mauretaniens Präsident lässt Fußballspiel abbrechen - aus Langeweile

Der mauritanische Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz langweilte sich bei einem Fußball-Spiel und ließ es daraufhin abbrechen. (Archivbild)
CELLOU BINANI via Getty Images
Der mauritanische Präsident Mohamed Ould Abdel Aziz langweilte sich bei einem Fußball-Spiel und ließ es daraufhin abbrechen. (Archivbild)

Fußballspiele, die nahe zu keine Spannung bieten, sind für Zuschauer ein Graus. Man kann sie dann weiter ertragen oder man verlässt das Stadion. Der Präsident von Mauretanien, Mohamed Ould Abdel Aziz, fand noch eine dritte Option: Er ließ ein solches Spiel einfach abbrechen. Das berichtet die "Gazzetta World".

Und zwar nicht irgendein Spiel: Es war das nationale Supercup-Finale zwischen zwischen Tevragh-Zeina und ASC Ksar. In der zweiten Halbzeit stand 1 zu 1 – und das Staatsoberhaupt wurde langsam ungeduldig.

Spielabbruch in der 63. Minute

Daher gab er dem Schiedsrichter die Anweisung, das Spiel abzubrechen – und der tat, wie ihm geheißen wurde: In der 63. Minute stoppte er das Spiel und ordnete zur Entscheidung ein Elfmeterschießen an. Spieler und Fans waren verwirrt.

Die Aufregung in der afrikanischen Republik legte sich auch am Tag danach nicht. Tausende sollen wegen Abdel Aziz' Spiel-Einmischung protestiert haben. Sie verlangten eine Erklärung für die eigenwillige Entscheidung ihres Präsidenten.

Fußball-Präsident erklärte Umstände

Und diese bekamen sie dann letztlich auch, wie die "Gazzetta World" berichtet, vom Präsidenten des mauretanischen Fußballverbands, Ahmed Ould Abderrahmane: "Ich bestreite eine Intervention des Präsidenten auf das Entschiedenste. Die Entscheidung erfolgte aus organisatorischen Gründen und im Einverständnis mit den Präsidenten und Trainern beider Mannschaften.“

Übrigens: Das Spiel gewann das Team von Tevragh-Zeina.

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