POLITIK
02/12/2015 14:05 CET | Aktualisiert 02/12/2015 14:40 CET

Atomenergiebehörde deckt auf: Iran hat an Atomwaffen geforscht

dpa

Die Welt ist nur knapp einer Nuklearkatastrophe entgangen. Der Iran hat nach Überzeugung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bis vor einigen Jahren an einem geheimen Forschungsprogramm zur Entwicklung eigener Atomwaffen gearbeitet. Das geht aus einem Bericht der IAEA hervor, der am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Wien vorlag.

Die Behörde betont, dass diese Bemühungen vor allem bis 2003 stattfanden. Seit 2009 gebe es keine Anzeichen mehr für entsprechende Aktivitäten. Die Forschung Teherans sei nicht über Machbarkeits- und Wissenschaftsstudien sowie den Erwerb von technischem Know-How hinausgegangen.

Aber: Hätte Iran am Ende die Bombe gebaut, hätte das zu einem Nuklearkrieg im Nahen Osten führen können. Vor einem solchen warnt zum Beispiel Israel seit Jahren. Interessant ist aber auch, dass der Bericht den Annahmen der USA zu widersprechen scheint. Die warnten bis vor kurzem davor, dass der Iran an der Atombombe arbeite.

Der Iran habe kein Nuklearmaterial für militärische Zwecke beiseite geschafft, sagt jetzt die IAEA. Der Verdacht einer sogenannten "möglichen militärischen Dimension" (PMD) des iranischen Atomprogramms hatte seit mehr als zehn Jahren die Beziehungen der internationalen Gemeinschaft mit Teheran überschattet. Die IAEA bestand hartnäckig auf Aufklärung.

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