LIFE
02/12/2015 12:00 CET | Aktualisiert 02/12/2015 13:03 CET

Die 2 Dinge, die Frauen im Bett wollen und über die wir nie reden

Vor ungefähr einem Monat fand ich mich in einem Schwulen-Club wieder mit reizenden Männern tanzend, die mir das Gefühl gaben, lustig, sexy und schön zu sein, aber absolut kein Interesse daran hatten, mich aus meinem einheimischen Hafen zu locken.

Nach dieser Erfahrung kam ich mit einem Gefühl der Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit nach Hause.

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Ich realisierte, dass meine 17-Jahre-lange Beziehung (jetzt Ehe) wie jede längere Partnerschaft vorhersehbare sexuelle Muster angenommen hatte. Und plötzlich fühlte ich einen starken Impuls aus diesen Mustern auszubrechen. (Vielleicht, weil ich jetzt 50 werde?)

Obwohl ich etwas aufrütteln wollte, wusste ich, dass Polygamie oder „sich einen Liebhaber zulegen" wie es zur Jahrhundertwende bei Lady Mary in "Downtown Abbey" hieß, der Todesstoß für meine geschätzte Ehe sein würde. Daher wäre es nicht die Art „etwas aufzurütteln", die ich wollte.

Also bat ich meinen eigenen Mann um Hilfe.

„Ich glaube, ich habe eine Midlife-Crisis. Ich bin sexuell gelangweilt", sagte ich zu meinem Mann. Er reagierte unbeschreiblich cool und antwortete sofort: „Lass uns was dagegen tun!"

Es in die Praxis umzusetzen war mein Problem, nicht seines. Ich besuchte meine frühere Quelle der Weisheit (auch bekannt als Therapeutin) und gab zu, dass ich das vertraute, zärtliche Liebemachen, das mein Schlafzimmer prägte nicht wollte. Stattdessen fand ich Bücher und Filme aufregend, in denen Frauen sexuell geschändet und aggressiv genommen werden. Und ich verurteilte mich selbst dafür.

Ich wurde mormonisch erzogen, daher sind mein Denken und meine Sexualität definitiv von der sexuellen Unterdrückung dieser Kultur beeinflusst, was bei mir in einem häufigen Kampf mit der Moralpolizei resultierte, den eingebildeten Jacques und Ferrars in meinem Kopf.

"Die Misshandlungs-Fantasie ist bei Frauen wahrscheinlich eher die Regel, als eine Ausnahme."

Meine Therapeutin erzählte mir von einer neuen Dokumentation über die gefährdete Großkatze, den kanadischen Luchs, in der gezeigt wird, wie aggressiv das Männchen mit dem Weibchen während des Zeugungsrituals umgeht.

Das Männchen beißt in den Nacken des Weibchens, kratzt und zwingt sie unten zu bleiben. Meine Therapeutin folgerte daraus, dass Menschen vermutlich einen genetischen oder biologischen Impuls haben, der dem der Tiere sehr ähnlich ist.

Nach meiner Sitzung während ich den Suchbegriff Was wollen Frauen im Bett? googelte, stolperte ich über einen neueren Ask Men-Artikel mit dem Titel "5 Things Women Secretly Want In Bed" (5 Dinge, die Frauen insgeheim im Bett wollen). Zwei davon riefen sofort meine Moralpolizei, die reizbaren Jacques und Ferrars auf den Plan.

Der Autor schrieb:

#1 Werden Sie im Bett aggressiv: Ungefähr jeder Frau, der ich begegnet bin, lagen die Worte „aggressiverer Sex" auf der Zunge. Von Fesselspielen und Klapsen bis zum An-den-Haaren-Ziehen und leichtem Würgen waren die Frauen begeistert von aggressivem Sex. Natürlich schlage ich nicht vor, nach Hause zu gehen und die eigene (Dame) zu schlagen, aber ein bisschen Grobheit im Schlafzimmer kann in Ihrem Sexleben Wunder bewirken.

#3 Behandeln Sie sie wie eine Prostituierte: (Anmerkung von Shannon: Diese Ausdrucksweise könnte die Feministin in vielen von uns aufregen. Aber ich stimme dem Inhalt des Auszugs zu.)

Ach, Fantasien, ihre Schönheit liegt darin, dass viele nicht wahr werden. Aber wie es eine Frau mal ausdrückte: ‚Ich habe genug davon im Schlafzimmer die verehrte Dame zu sein. Ich habe genug vom Liebemachen und davon, alles immer sanft zu tun.' (Shannon meldet sich leise.)

‚Ich will, dass er dreckigen Sex mit mir hat und mit mir redet, als ob er mich gerade erst getroffen hätte und sich null dafür interessiert, was ich will. Ich will, dass er mich wie ein Tier vergewaltigt und mir sagt, dass ich still sein soll, wenn ich versuche, etwas zu sagen.'

Ich schätze, schlussendlich gibt es eine Menge Frauen, die im Schlafzimmer in Ermangelung eines besseren Wortes, schlampig sein wollen. Sie haben ganz einfach Angst, dass - wenn sie sich so benehmen - ihre Männer sie weniger schätzen werden. Manche fürchten sogar, dass ihre Männer aus Versehen anfangen werden, sie auch außerhalb des Schafzimmers anders zu behandeln. Aber trotzdem gefallen Szenarien wie das Beschriebene vielen Frauen.

Im letzten Zitat gefällt mir besonders, dass der Autor zwischen dem, was Frauen im Bett mögen und dem, was sie im echten Leben mögen, unterscheidet.

All das regt zum Nachdenken an und ist ein Katalysator, um die puritanischen, prüden Viktorianer Jacque und Ferrar unter Berücksichtigung meiner Midlife-Langeweile zu exkommunizieren.

Ich habe erkannt, dass meine sexuelle Beziehung mit meinem Mann nicht aufgehört hat, sich weiter zu entwickeln. Sie wurde durch die letzten 13 Jahre des Kindererziehens ein bisschen gehemmt, aber es spricht nichts dagegen, die Zügel wieder in die Hand zu nehmen, weiter zu wachsen und einander zu überraschen.

Ich glaube, dass das Ass, das wir im Ärmel haben, die Bereitschaft ist, die schwierigsten, verletzlichsten und unangenehmsten Dinge zu kommunizieren.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Mathis van den Berg aus dem Englischen übersetzt.

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