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10/12/2015 11:13 CET | Aktualisiert 11/12/2015 07:43 CET

8 Gründe, warum Schwaben unglaublich nerven

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Über Schwaben gibt es viele Vorurteile. Sie wären geizig, unfreundlich und ihre Sprache hört sich an wie von einem fremden Stern. Leider sind alle diese Vorurteile wahr. Sorry.

Hier sind 8 Gründe, Schwaben zu hassen:

1.) Sie sind pingelig

Eines können die Schwaben sehr gut: Reklamieren. Sie weisen Verkäufer im Laden auf jeden noch so kleinen Mangel hin. Und meistens tun sie das nur, um eventuell noch einen Rabatt aushandeln zu können.

2.) Ihr ausgeprägter Stolz

Wehe du verwechselst Schwaben mit Badenern. In der Vorstellung eines Schwaben ist Baden-Württemberg nicht gleich Baden-Württemberg. Baden ist eine komplett andere Region, mit der man am liebsten gar nichts zu tun haben möchte. Egal wie gut sich ein Schwabe im ersten Moment mit einem Gesprächspartner verstanden hat - sobald der seine badische Herkunft offenbart, sieht der Schwabe ihn mit anderen Augen. Mit zusammengekniffenen Augen, um genau zu sein. Er hat den Rivalen fortan im Visier und ist bereit, mit ihm darüber zu diskutieren, ob der Karlsruher SC oder der VfB Stuttgart der bessere Fußballverein ist.

3.) Schwaben machen keine Komplimente

Wenn du dir besonders viel Mühe gibst, um dem Schwaben eine Freude zu bereiten, kommt nur zurück: „So isch’s recht!“ oder ein „Ha wie du schaffa kosch!“ Schwaben handeln nach dem Motto „Net gmault isch globt gnuag!“ (deutsch: Nicht gemeckert ist Lob genug!“)

4.) Sie sind distanziert

Schwaben erscheinen am Anfang immer etwas unfreundlich und verschlossen. Sie grüßen in der Regel mit einem „Legg me am Arsch“. Auch als Ausruf der Überraschung und Auflockerung verwenden Schwaben diesen Satz. Das wirkt anfänglich sehr abschreckend.

5.) Schwaben sind stur

Mit einem Schwaben solltest du lieber nicht streiten. Zumindest musst du dich darauf gefasst machen, dass es eine endlose Diskussion werden könnte. Selbst wenn ein Schwabe im Unrecht ist, versucht er das so gut es geht zu überspielen. Falls der Schwabe das Gefühl hat sich, nicht durchsetzen zu können, beendet er das Gespräch dann doch mit dem bekannten „Legg me am Arsch“.

6.) Der Stellenwert von Fleiß

Fleiß ist eine Tugend, die Schwaben schon fast zu ernst nehmen. Es ist wichtig, sich durchgehend engagiert zu zeigen. Auch wenn der Schwabe normalerweise bescheiden ist, will er in Sachen Arbeit deutlich machen, dass der Einsatz anstrengend ist und dass er ordentlich geackert hat.

7.) Die schwäbische Esskultur

Eng verflochten mit dem Bedürfnis, sich geografisch von anderen Regionen abzugrenzen, ist das Bewusstsein für schwäbisches Essen. Spätzle und Maultaschen aus der Packung? Das ist doch kein Essen! Auch der Kartoffelsalat hat seine ganz eigene Rezeptur und jede schwäbische Mutter hat dafür ihr Geheimrezept. Zum Vesper (sprich; Veschper) gibt es häufig eine Wurstplatte mit Schinkenwurst, gerauchter Schinkenwurst, Bierschinken, Schwarzwurst und Leberwurst, wobei es hier zahlreiche Variationen gibt.

Sobald der Schwabe mit neuen Gerichten konfrontiert wird, ist er misstrauisch. Und bleibt bei seinen gewohnten Speisen. So lecker und vielseitig schwäbisches Essen auch ist, ein bisschen Offenheit fremden Speisen gegenüber würde oft nicht schaden.

8. Sie sprechen Schwäbisch.

... und man liebt sie weil?

Sie verstellen sich nicht und sind authentisch. Sie nehmen ihre Eigenheiten mit Humor und können über sich selber lachen. Ohne Schwaben gäbe es kein Spätzle, man müsste auf Albert Einstein und Max Herre verzichten und der typisch schwäbische Erfindergeist ist ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Also danke, liebe Schwaben, dass ihr so seid, wie ihr seid.

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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