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01/12/2015 05:25 CET | Aktualisiert 01/12/2016 06:12 CET

Welt-Aids-Tag: Das verbirgt sich hinter der Roten Schleife

Victoria Beckham trägt die rote Schleife.
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Victoria Beckham trägt die rote Schleife.

Seit 1988 wird jährlich am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen. Mehr noch als an jedem anderen Tag steht heute die Rote Schleife für Toleranz und Solidarität mit Menschen, die von HIV oder Aids betroffen sind. Doch wie kam es, dass sich ausgerechnet eine Schleife als Symbol für die Immunschwächekrankheit durchgesetzt hat?

Entworfen wurde sie im Frühjahr 1991 von der New Yorker Künstlergruppe "Visual Aids", die als Reaktion auf die AIDS-Krise und die ersten bekanntgewordenen Todesfälle ein globales Symbol für den Kampf gegen die Krankheit erschaffen wollte, welches Toleranz und Solidarität suggeriert. Gleichzeitig sollte es für die Ent-Stigmatisierung Betroffener und Gefährdeter stehen. Als Vorbild diente die Gelbe Schleife, mit der viele Amerikaner zu Zeiten des Golfkrieges ihre Verbundenheit mit den im Ausland stationierten Truppen zum Ausdruck brachten.

Zeigen Sie mit diesem Schlüssenanhänger in Form der Roten Schleife Solidarität mit den Betroffenen

Prominente machen sich für die Rote Schleife stark

Zunächst verbreitete sich das "Red Ribbon" in der Homosexuellen- und Künstlerszene, doch am Abend des 2. Juni 1991 erhielt es bei den 45. Tony Award", einer der wichtigsten amerikanischen Theaterpreise, besondere Aufmerksamkeit. Gäste und Laudatoren der Preisverleihung trugen die Rote Schleife, wurden aber darum gebeten, nicht über ihre Bedeutung zu sprechen. Die Folge war ein immens großes Medienecho. Auch Elizabeth Taylor und Lady Diana trugen als prominente Trägerinnen der AIDS-Schleife dazu bei, dass diese immer mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses rückte. In Europa wurde sie dann am Ostermontag im Jahr 1992 bekannt, als über 100.000 Schleifen an die Besucher des Freddie Mercury AIDS Awareness Tribute Konzert im Londoner Wembley Stadion verteilt wurden.

Die Kampagne zum diesjährigen Welt-Aids-Tag steht unter dem Motto "Positiv zusammen leben" und stellt persönliche Gewissensfragen, die den Umgang mit HIV-positiven Menschen betreffen, in den Fokus. Generell verfolgt der internationale Gedenktag den Zweck, Verantwortliche in Politik, Medien und Co. daran zu erinnern, dass zur Bekämpfung des lebensgefährlichen Virus auch in Zukunft weiter Mittel bereitgestellt werden müssen und fortwährende Aufklärungsarbeit nötig ist, damit die Zahl der Neuninfektionen so gering wie möglich gehalten wird. In Deutschland leben rund 80.000 Menschen mit HIV, weltweit sind 35 Millionen Menschen betroffen. Die Zahl der Neuninfektionen liegt jährlich bei ca. 2,1 Millionen.

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