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01/12/2015 14:33 CET | Aktualisiert 01/12/2015 15:51 CET

Eine Mutter belügt die Ärzte - und rettet ihre Tochter vor dem Tod

Amanda Davies
Nur die Lüge der Mutter rettete ihre Tochter

Eine besorgte Mutter in England sah sich gezwungen, die Ärzte ihrer Tochter anzulügen. Keiner nahm die Sorgen von Amanda Davies ernst, sie wurde immer wieder weggeschickt. Erst eine Lüge weckte die Aufmerksamkeit in der Notaufnahme, wie die "Daily Mail" berichtet.

Als die Mutter miterlebte, wie ihre zweieinhalb Jahre alte Tochter immer schlechter laufen konnte und über Kopfschmerzen klagte, wusste Sie, dass etwas nicht stimme. Nach mehreren Besuchen beim Kinderarzt wurde sie jedoch nur mit Fehldiagnosen vertröstet. Ihre Tochter Lil habe das Hypermobilitätssyndrom hießt es, also eine Hyperbeweglichkeit der Gelenke. Das erklärte aber nicht die Kopfschmerzen.

Schließlich entschied sich die Mutter zu lügen und erzählte den Ärzten in der Notaufnahme, ihre Tochter habe sich nach einem Sturz auf den Kopf mehrmals übergeben müssen. Erst jetzt erweckte sie das Interesse der Ärzte, die daraufhin sofort eine CT-Untersuchung anforderten.

Das Ergebnis bestätigte die schlimmsten Ängste der Mutter: Bei Lil wurde ein bösartiger Gehirntumor von der Größe einer Zitrone gefunden.

Bei der Diagnose eines Hirntumors machen Stunden, Tage und Wochen große Unterschiede. Schon die kleinste Verzögerung kann zu bleibenden Schäden am Hirn oder zu Schlimmerem führen.

Krebs als zu unwahrscheinlich eingestuft

Leider wird Krebs allgemein als so unwahrscheinlich eingestuft, dass Patienten oft angewiesen werden, ihre Beschwerden eine längere Zeit zu verfolgen und erst nach erneuten Besuchen beim Arzt richtig diagnostiziert werden.

Der Tumor des kleinen Mädchen wurde noch rechtzeitig erkannt. Schon vier Tage später war die zehnstündige Operation, auf die eine spezielle Strahlentherapien folgte.

Der Zustand der kleinen Engländerin verbessert sich seitdem immer mehr, auch wenn ein sehr hohes Risiko bleibt, dass der Krebs zurückkehren könnte. Die Mutter ist sicher, richtig gehandelt zu haben:

„Wenn ich an diesem Tag nicht in der Notaufnahme gelogen hätte, wäre meine Tochter wahrscheinlich tot, oder der Tumor wäre inoperabel gewesen. Ich bin froh, dass ich es getan habe. Ich wünschte ich hätte früher gehandelt“, sagte sie der "Daily Mail".

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