LIFE
30/11/2015 16:03 CET | Aktualisiert 30/11/2015 16:24 CET

Sie fuhr mit der U-Bahn, dann bekam sie diesen gemeinen Zettel

Kara Florish bekam in der Londoner U-Bahn ein Kärtchen in die Hand gedrückt. Auf der einen Seite prangte das Wort "fett". Auf der anderen Seite stand als Absender: "Overweight Haters Ltd". Und darunter eine äußerst widerliche Botschaft der "Dicken-Hasser".

Das zumindest hat die erboste Britin das auf Twitter geschrieben und gleich Fotos dieser seltsamen Visitenkarte dazugepostet:

In dem Kartentext heißt es:

"Unsere Organisation hasst dicke Menschen. Wir protestieren gegen, dass ihr enormen Mengen Lebensmittel verbraucht, während die Hälfte der Menschheit Hunger leidet. Wir missbilligen es, dass unsere Krankenkassenbeitrage dafür verschwendet werden, eure Gier zu behandeln. Und wir verstehen nicht, dass ihr Folgendes nicht begreift: Wenn ihr weniger essen würdet, bliebe euch mehr Geld, ihr würdet abnehmen und wäret zufriedener und würdet einen Partner finden - und wir meinen damit nicht einen perversen Liebhaber pummeliger Frauen."

Auf Facebook postete Kara eine Antwort - mit der Bitte, ihr Statement im Netz zu verbreiten:

"Ich habe mich darüber nicht aufgeregt. Ich bin kleiner als der nationale Durchschnitt, aber würde mich nicht als fettleibig bezeichnen. Diese Aktion ist wirklich dumm und voller Hass und könnte Menschen, die unter einem geringen Selbstvertrauen und Essstörungen leiden, wirklich verstören. Bitte teilt diesen Beitrag, wenn ihr schockiert darüber seid. Und an die Person, die die Karte geschrieben hat: Geh zurück in die Schule, du kannst ja nicht einmal das Wort beautiful buchstabieren".

Nun ist derzeit nicht klar, ob die Geschichte ein Fake ist. Ob da wirklich jemand bösartig Karten verteilt. Möglich wäre es, weil Twitter-User Sean Thomas Knox berichtet, er habe ein Mädchen gesehen, das nach dem Erhalt so einer Karte weinend aus der Bahn gestiegen sei:

Sicher ist allerdings: Das mit dem Verbreiten der Geschichte hat prima geklappt. In den vergangenen Stunden haben sehr viele britische Medien die Sache aufgegriffen.

Und damit hat die Sache - ob Fake oder nicht - ein Gutes: Denn viele Menschen posten ihre Unterstützung für Kara Florish. Weil sie finden, dass jeder so aussehen soll, wie er will. Und keiner das Recht hat, ihn deswegen zu beleidigen.

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