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30/11/2015 12:03 CET | Aktualisiert 01/12/2015 04:32 CET

In der Nacht auf Montag schläft man schlechter - das ist der Grund

In der Nacht auf Montag schläft man am schlechtesten.
Tetra Images via Getty Images
In der Nacht auf Montag schläft man am schlechtesten.

Die meisten Deutschen schlafen zwischen sechs bis acht Stunden jede Nacht. Aber nicht immer ist der Schlaf erholsam, unterschiedliche Faktoren beeinflussen die Qualität der Ruhephasen. Selbst der Wochentag wirkt sich auf die nächtliche Erholung aus: "Ganz Deutschland schläft von Sonntag auf Montag am schlechtesten", sagt der Psychologe Hans-Günter Weeß.

Das liege zum einen daran, dass man sonntags länger geschlafen habe und abends aber wieder zur gewohnten Zeit ins Bett gehe. Man sei einfach nicht lange genug wach gewesen und habe den sogenannten Schlafdruck nicht ausreichend aufgebaut. Zweitens: "Viele fragen sich abends im Bett, was die kommende Woche bringt und was ansteht", sagt Weeß. "Anspannung ist der größte Feind des Schlafes."

Ein Erwachsener soll sieben Stunden schlafen - mindestens

Doch wie viel Schlaf braucht ein erwachsener Mensch eigentlich? Das hat dieses Jahr eine gemeinnützige Forschungsorganisation in den USA, die National Sleep Foundation, erhoben. "Die Expertengruppe kam zu dem Schluss, dass vielerlei

Faktoren die Schlafdauer beeinflussen und generelle Aussagen zur optimalen Schlafmenge nur schwer

möglich erscheinen", so Weeß in einem Interview.

Jedoch geben die US-Experten ein Schlafminimum an. Menschen zwischen 26 und 64 Jahren sollten demnach mindestens sieben Stunden schlafen. Wer weniger schläft, gefährdet seine Gesundheit. Denn durch die fehlende Nachtruhe steigt das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall, Depressionen und erhöhter Sterblichkeit können die Folge sein. Zudem kann zu wenig Schlaf das Immunsystem schwächen und die Schmerzwahrnehmung steigern. So fasst Weeß die Studienergebnisse zusammen.

Bei zu wenig Schlaf steigt das Unfallrisiko

Dabei ist eine weitere Erkenntnis der Studie nicht überraschend: Wer zu wenig schläft, ist am Tag weniger leistungsfähig, jedoch steigt die Unfallgefahr. "Nach Ansicht der Forschergruppe sollten nur Jugendliche und kranke Menschen mehr als neun Stunden schlafen“, sagt Weeß.

Vom 3. bis 5. Dezember tagt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Mainz. Die Experten wollen neben den Ursachen für schlechten Schlaf auch Auswirkungen auf das Privat- und Berufsleben diskutieren.

Mit Material von der dpa

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