LIFESTYLE
30/11/2015 10:05 CET | Aktualisiert 21/01/2018 11:51 CET

"Einer von fünf Muslimen ist dein Lieblingsfußballspieler": Muslime wehren sich gegen Sun-Umfrage

„Einer von fünf britischen Muslimen sympathisiert mit den Dschihadisten.“ Mit dieser Schlagzeile sorgte die britische Boulevardzeitung „The Sun“ für einen riesigen Skandal.

Dabei bezieht sich „The Sun“ auf eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Survation, das die Telefoninterviews von 1003 britischen Muslimen ausgewertet hat. Demnach würden 14 Prozent der Teilnehmer „ein bisschen Sympathie“ für die Menschen empfinden, die in militärischen Gruppen in Syrien kämpfen, während fünf Prozent „viel Sympathie“ für sie hätten.

Allerdings kam es bei der Interpretation dieser Umfrage zu vielen Fehlern:

Beispielsweise wurden die Teilnehmer nicht gefragt, für welche der vielen Gruppen, die in Syrien kämpfen, ihre Sympathien gelten. So werden die gemäßigten Rebellen bei ihrem Kampf auch von den USA unterstützt und nicht zu den islamistischen Gruppierungen gezählt.

Darüber hinaus kämpfen eben viele Syrer gegen die Dschihadisten. Das Bild ist also mehr als unvollständig. Noch dazu waren die Sun-Reporter bei der Auswertung der Daten ziemlich schlampig.

Nun antworten Muslime auf diesen Vorwurf.

Sie erzählen auf Twitter unter dem Hashtag #1in5Muslims, was einer von fünf Muslimen wirklich macht. Und beweisen Humor.

"Einer von fünf Muslimen hat seine Katze dazu gezwungen, zum Islam zu konvertieren."

"Einer von fünf Muslimen wird sie totschlagen - die Zeit, in der er sich auf sozialen Netzwerken herumtreibt."

"Einer von fünf Muslimen fragt sich, wie Speck schmeckt."

"Einer von fünf Muslimen ist dein Lieblingsfußballspieler."

"Einer von fünf Muslimen bevorzugt Gebetsmatten aus Polyester."

"Einer von fünf Muslimen ist ein Mann, die anderen vier sind seine Ehefrauen."

"Einer von fünf Muslimen hat Angst vor seiner Ehefrau."

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