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30/11/2015 06:04 CET | Aktualisiert 14/05/2017 16:49 CEST

Krummer Wald in Polen: Deutsche Experten bieten Erklärung an

Der sogenannte Krumme Wald im Nordwesten Polens bietet einen faszinierenden Anblick: Denn die Stämme von rund 400 Kiefern sind dort in einer Höhe von rund 40 Zentimetern über dem Boden um 90 Grad geknickt, um dann in einem Bogen wieder in die Senkrechte zu wachsen.

Die Nachrichtenagentur PAP hat den Wald daher jetzt als "einmaligen und mysteriösen Ort" beschrieben. Nicht zu unrecht, denn die Ursache für diese ungewöhnliche Baumform im Wald unweit der Gemeinde Gryfino (Greifenhagen) ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt worden. Es gibt verschiedene Theorien, die dieses Wachstum erklären wollen.

Krumme Bäume durch Zauberei

Eine nennt Magnetfelder als Grund für die ungewöhnliche Baumform, eine andere wiederum sieht darin das Ergebnis von Zauberei. Auch gibt es die Überlegung, dass der Wald ein Versuch war, speziell gekrümmte Hölzer zu züchten. Ebenso wurden bereits Naturkatastrophen oder Gift im Boden als mögliche Ursachen in Erwägung gezogen, wie Geografen aus dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern erklären.

Sie jedoch kamen letztlich zu einer anderen Erklärung: Demnach habe der Forstwirt die Spitzen der noch jungen Kiefern in den 1960er Jahren als Weihnachtsbäume verkauft. Dabei sicherte er sich über Seitentriebe geschickt weitere Holzernten, zu denen es dann aber nicht mehr kam - warum, ist unklar. Die Methode des "Stockschlags" sei einst weit verbreitet gewesen, heißt es in dem Geographen-Bericht.

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