WIRTSCHAFT
30/11/2015 11:46 CET | Aktualisiert 01/12/2015 11:57 CET

Brisante E-Mails: So wollte Coca-Cola Studien fälschen

Coca Cola
Getty
Coca Cola

Cola macht dick, ist schlecht für die Gesundheit und voller ungesunder Farbstoffe. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien über den zuckerhaltigen Soft-Drink.

Solche Ergebnisse gefallen dem Konzern natürlich nicht.

Das Unternehmen spendete 1,5 Millionen Euro an die Nichtregierungsorganisation "Global Energy Balance Network". Die Wissenschaftler der NGO setzen sich dafür ein, klassische Volkskrankheiten, die durch ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung verursacht werden, zu bekämpfen. Das berichtete die „New York Times“ bereits im August. Der Getränkekonzern betonte damals noch, keinen Einfluss auf die Arbeit der Forscher zu nehmen.

Jetzt hat die Nachrichtenagentur AP brisante E-Mails veröffentlicht, die offenbar das Gegenteil nahelegen. Darin schreibt James O. Hill, der Präsident der NGO, führenden Angestellten von Coca-Cola.

Manipulierte Studien

Der Inhalt des E-Mail-Verkehrs soll belegen, dass der Konzern die Forscher systematisch bezahlte und beeinflusste. Zitiert wird eine Mail von Hill. Dieser wolle dafür sorgen, dass Coca-Cola nicht mehr als Problem wahrgenommen, sondern mit Spaß verbunden werde.

Außerdem habe er ein Konzept für eine Studie entwickelt, welche die Stimmung zugunsten von Coca-Cola beeinflussen könne. Darüber berichtet der „Deutschlandfunk“.

Führende Mitarbeiterin zurückgetreten

Coca-Cola hat zu diesen Vorwürfen bereits Stellung genommen. Präsident des Konzerns, Kent Muhtar, möchte die Aktivitäten zukünftig transparenter gestalten. Außerdem sei die Mitarbeiterin Rhona Applebaum bereits zurückgetreten. Sie verantwortete den Bereich Wissenschaft und Gesundheit und war größtenteils für den heiklen E-Mail-Austausch mit der NGO verantwortlich.

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