POLITIK
29/11/2015 15:55 CET | Aktualisiert 29/11/2015 16:48 CET

Kein Olympia für Hamburg: Gegner siegen im Referendum

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Mit den olympischen Spielen im Jahr 2024 wird es in Hamburg nichts: Die Olympia-Befürworter haben das Referendum in der Hansestadt verloren. Nach Auszählung der rund 650.000 abgegebenen Stimmen lagen die Gegner am Sonntag mit 51,6 zu 48,4 Prozent vorn.

Hamburg wird damit auf eine Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Spiele 2024 verzichten. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) räumte die Niederlage ein. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 50 Prozent.

Die Olympia-Gegner hatten vor dem Referendum vor allem vor sozialen Nachteilen für Teile der Bevölkerung und vor den hohen Kosten Olympischer Spiele gewarnt. Nach Berechnungen des rot-grünen Senats sollten Sommerspiele in Hamburg rund 11,2 Milliarden Euro kosten. Die öffentliche Hand sollte davon etwa 7,4 Milliarden Euro übernehmen - 1,2 Milliarden die Stadt und 6,2 Milliarden der Bund.

Mit der Entscheidung der Hamburger ist Deutschland raus aus dem Bewerberkarussell um Olympia. Nun stehen für das Sportgroßereignis nur noch Budapest, Paris, Rom und Los Angeles als Kandidaten parat. Die Entscheidung über die Ausrichterstadt fällt das Internationale Olympische Komitee (IOC) 2017 in Lima (Peru).

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