NACHRICHTEN
29/11/2015 05:50 CET

Anonymous-Hacker verrät: So bekämpfen wir den IS

Flickr/Generic/CCBY2.0

Diesen Monat erklärte das Hacker-Netzwerk "Anonymous" der Terrororganisation IS den Krieg. Doch wie sieht dieser Cyberkrieg aus? Für die meisten Menschen sind die Aktivitäten von Anonymous bisher ziemlich undurchsichtig.

Der britische "Independent" sprach jetzt mit dem einzig bekannten Anonymous-Mitglied. Der berühmte Ex-Hacker Gregg Housh verriet im Interview, wie Anonymous vorgeht - und was die Hacker tatsächlich bewirken können.

Laut Housh ist "Hacking" das falsche Wort für die Aktivitäten von Anonymous. Vielmehr würden Anonymous-Mitglieder einfach extrem viel Recherche betreiben und ständig neue IS-Kanäle aufspüren und überwachen.

Anonymous profitiert von der Offenheit des IS. Laut Housh kann wirklich jeder, der sich im Internet ein bisschen auskennt, ein Teil des Cyberkriegs gegen den IS werden. Denn: Die Terroristen verstecken ihre Accounts im Internet bewusst nicht, um eine möglichst große Reichweite zu haben. Diese Kanäle können also relativ leicht gefunden und dann den Behörden gemeldet werden.

Bisher läuft es gut für die Hacker. Laut Housh hat das Hacker-Netzwerk bereits große Erfolge verbuchen können. Es sei extrem anstrengend für die Terrororganisation, ständig neue Accounts aufmachen zu müssen. Vor allem sei es dann schwer, wieder eine große Zahl Follower zu gewinnen.

Trotzdem gibt es einen Haken. Ein ehemaliger Anonymous-Hacker trat 2013 zum IS über und schulte die Terroristen für den Cyberwar bis zu seinem Tod diesen Sommer. Deshalb ist der IS heute technisch ungefähr auf dem gleichen Stand wie Anonymous, gibt Housh zu.

Auch auf HuffPost:

Hacker melden Erfolg: Anonymous soll IS-Konten mit insgesamt drei Millionen Dollar gesperrt haben

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