WIRTSCHAFT
27/11/2015 12:12 CET

McDonald's in der Krise: So will der Fastfood-Gigant zurück in die Erfolgsspur

dpa
Der Riese will raus aus der Krise

Das Erfolgsgeheimnis von McDonald's ist so simpel wie genial: Egal ob in New York, Bombay, Kapstadt oder München - ein Cheeseburger bei "Mäcces" sieht überall gleich aus, schmeckt gleich und landet rasch auf dem Tablett des hungrigen Kunden.

McDonald's hat ein großes Problem

Doch das System "Fastfood" zieht längst nicht mehr so wie früher: Der Gewinn des Unternehmens brach im vergangenen Jahr weltweit um 15 Prozent ein. Die "Wirtschaftswoche" berichtet, dass McDonald's alleine in den USA im ersten Halbjahr 2015 Einnahmen von 150 Millionen Dollar verloren hatte. "Die Kunden wollen individuelle Menüs, schneller Service stellt Kunden nicht zufrieden", sagte der frühere McDonald's-Manager Kaufmann Kinsey der "Wirtschaftswoche".

Jetzt müssen Ideen her

So schnell lässt der Erfinder des Fast-Foods nicht unterkriegen. McDonald's kämpft - und zwar an zwei Fronten gleichzeitig. Mit neuen, innovativen Maßnahmen soll nicht nur der Umsatzrückgang gestoppt werden, der Fast-Food Riese will auch das Publikum für sich gewinnen, das seinen Burger viel lieber in einem der vielen "Nobel-Burger-Läden" wie Hans im Glück zu sich nimmt, deren Zahl in den vergangenen Jahren explodiert ist.

1. McDonald's will hip werden

Vegetarische Burger oder solche mit Bio-Fleisch, Omeletts aus Bio-Eiern oder Kaffee mit laktosefreier Milch: Mit dieser neuer Produktpalette will McDonald's den vielen kleineren Burger-Läden, die mit besten regionalen Zutaten und ausgefallenen Kreationen warben, Konkurrenz machen. Seit Wochen fährt der Konzern großflächige Werbekampagnen, um seinen neuen Bio-Burger unters Volk zu bringen. Das Ziel ist klar: McDonald's will cooler werden und schielt auf die ernährungsbewussten jungen Großstädter.

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2. McDonald's führt den Tischservice ein

Im August des vergangenen Jahres sorgte eine Filiale in Manchester für Aufsehen. Der Grund: Die Kunden werden dort am Tisch bedient. Bis zum Jahr 2018 sollen die Kunden in ganz Großbritannien in diesen Genuss kommen. Endlos-Schlangen, die oftmals vom Tresen bis zur Eingangstür reichten, gehören dann der Vergangenheit an.

3. Der personalisierte Burger kommt

Der Fastfood-Riese will weg vom Standard und individueller werden. Digitale Angebote sollen es den Kunden ermöglichen, ihren ganz persönlichen Burger zu kreieren und auf Knopfdruck braten zu lassen.

4. McDonald's will die Autobahnen erobern

McDonald's-Deutschlandchef Holger Beek gibt gegenüber der "Wirtschaftswoche" zu, dass sich sein Unternehmen zu lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht hatte. Doch damit soll es nun vorbei sein, der Fastfood-Riese bläst auch hierzulande zum Angriff: In den kommenden Jahren will Beek 100 neue Filialen auf Autobahnraststätten eröffnen. Ein entsprechender Vertrag mit dem Raststättenbetreiber "Tank & Rast ist bereits unterzeichnet.

5. Der neue McDonald's-Chef will Kosten sparen

Seit Jahresbeginn ist der Brite Steve Easterbrook der Chef des Weltkonzerns. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, will Easterbrook ab 2018 mit einer vereinfachten Unternehmensstruktur jedes Jahr bis zu 500 Millionen Dollar einsparen. 4000 eigene Filialen sollen an sogenannte Franchisenehmer ausgelagert werden. Zudem peilt der neue Chef einen Gewinnmaximierung von bis zu sieben Prozent an.

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