POLITIK
26/11/2015 12:39 CET | Aktualisiert 26/11/2015 15:18 CET

Geheimpapier zum Kampfjet-Abschuss: Russland hat Nato-Luftraum verletzt

Es herrscht Eiszeit
dpa
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Am Dienstag hatte die türkische Luftwaffe einen russischen Kampfjet vom Typ Suchoi Su24 im türkisch-syrischen Grenzgebiet abgeschossen. Der Zwischenfall hat die Lage in der Region noch weiter verschärft. Die Türkei begründete den Abschuss damit, dass der russische Bomber zuvor in türkisches Hoheitsgebiet eingedrungen sei.

Das russische Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe entschieden zurück, nachweislich sei das Flugzeug die ganze Zeit über syrisches Territorium geflogen. Auf den türkischen Abschuss lies Wladimir Putin eine unmissverständliche Antwort folgen: Am gestrigen Montag wurden zwei Grenzübergänge der Türkei nahe der syrischen Stadt Aleppo bombardiert.

Lichts ins Dunkle soll nun eine Analyse des Bundesverteidigungsministeriums bringen: In einem Geheimprotokoll der Bundeswehr zum Abschuss - das der "Bild"-Zeitung" vorliegt - heißt es, dass der russische Jet zuvor sehr wohl in türkisches Territorium eingedrungen war. Wenn auch nur für etwa 17 Sekunden.

Nato und Bundeswehr sind sich sicher, dass die Luftraumverletzung unabsichtlich war. Weiterhin heißt es, dass US-Quellen die Meldungen bestätigten, wonach das türkische Militär den russischen Kampfjet vor dem Abschuss mehrmals gewarnt hatte.

Der abgeschossene Jet war als Luftunterstützung für eine Offensive der Truppen von Präsident Baschar al-Assad im Kampf gegen Rebellen im Einsatz. Bei den Rebellen handelte es sich allerdings nicht um die Terrormiliz des Islamischen Staats, sondern um andere Gruppen, die gegen das mit Russland verbündete Assad-Regime kämpfen.

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