POLITIK
26/11/2015 08:29 CET | Aktualisiert 26/11/2015 15:35 CET

Kurdische Kämpfer entdecken geheime IS-Tunnel

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Die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) haben im Nordirak ein riesiges Tunnelsystem gebaut. Jetzt haben gegnerische Truppen 30 bis 40 Tunnel unter der Stadt Sindschar freigelegt, wie die britische Tageszeitung "Daily Mail" berichtet. Sindschar war länger als ein Jahr unter der Kontrolle der Terroristen gestanden, Anfang November dann befreiten die kurdischen Peschmerga die Stadt.

Die Tunnel hätten dem IS zur schnelleren Fortbewegung und als Versteck vor Luftangriffen gedient, sagte ein Peschmerga-Kommandeur. Die kurdischen Soldaten fanden Decken, Kissen, Medikamente und verstaubte Korane. Die Terroristen waren offenbar auch auf längere Bombardements vorbereitet. Zudem verwendete der IS die unterirdischen Bunker als Waffenlager. Davon zeugen zurückgelassene Patronen amerikanischer Bauart und Werkzeuge zum Bombenbau.

Ein Video der unterirdischen Anlagen seht ihr hier:

Die engen Tunnel wurden offensichtlich mit Presslufthämmern oder per Hand gebohrt und sind dem Bericht nach gerade groß genug, dass ein Mann darin aufrecht stehen kann. Stromkabel sorgten für Licht und eine Belüftung durch Ventilatoren. Stabilisiert wurden sie mit Sandsäcken und Metallstützen.

Nahe der Stadt stießen Peschmerga und Bewohner der Stadt auf zwei Massengräber. Nach der Eroberung Sindschars im vergangenen August hatte der IS Tausende Jesiden - Anhänger einer kurdischen Religionsgemeinschaft - getötet oder gefangen genommen.

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